Mena-Exklusiv

Das Geschäft mit dem Gruseln

Sehr geehrter Herr Schwarz,

in ihrem Kommentar im heutigen Kurier über die medialen Reaktionen auf den Terroranschlag in London („Die Medien und die Botschaft der Angst“) schreiben Sie: „Billig-Blätter wie Österreich veröffentlichen auch noch Fotos von Leichen der Opfer – das Geschäft mit dem Gruseln ist auch eines, nicht wahr? Die Ideologen hinter den radikalisierten Idioten und Mördern sagen: ‚danke‘.“ Vielleicht finden Sie die Zeit, einmal einen Blick in den Kurier von gestern zu werfen und sich anzusehen, welches Bildmaterial Ihre eigene Zeitung für die Berichterstattung über den Anschlag in London ausgewählt hat. Ihre Kritik, dass andere Medien ein „Geschäft mit dem Gruseln“ betrieben, wäre jedenfalls weitaus glaubwürdiger, wenn der Kurier nicht selbst das Foto eines Opfers und blutverschmierter Hände abgedruckt hätte.

Mit freundlichen Grüßen,
Mag. Florian Markl
Mena Watch – der unabhängige Nahost-Thinktank

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