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Aktuelle Studie: Arabische Israelis sehen das Land positiver als Juden

Von Stuart Winer

Während 66% der Araber die Lage in Israel insgesamt als positiv ansehen, teilen nur 43,9% der jüdischen Bevölkerung diese Ansicht – dies ergab eine aktuelle Studie des Israel Democracy Institute (IDI) im Vorfeld des 69. israelischen Unabhängigkeitstags.

Ein größerer Teil der arabischen Gemeinschaft Israels ist zufrieden mit dem Leben in Israel als die jüdische Bevölkerung des Landes, und etwas mehr als die Hälfte ist stolz darauf, israelische Bürger zu sein – zu diesem Schluss kommt eine am Sonntag veröffentlichte Studie. Die Ergebnisse der Umfrage, die durch das Israel Democracy Institute (IDI) und das Tel Aviv University Peace Index durchgeführt worden waren, wurden im Vorfeld des 69. Unabhängigkeitstags Israels veröffentlicht. Bei der Umfrage ging es um die Beurteilung der Lebensqualität in Israel.

Von den jüdischen Befragten gaben 43,9% zur Antwort, sie sähen die Situation in Israel als „gut“ oder „sehr gut“ an, während dieser Wert bei den Arabern mit 66% sogar knapp zwei Drittel betrug. In Hinblick auf ihre individuellen Lebensumstände bezeichneten fast drei Viertel der Juden (74%) ihre Situation als „gut“ oder „sehr gut“, wogegen es bei den Arabern nur 57% genauso sahen.

Ähnlich verhält es sich laut der Umfrage beim Thema Zukunft: 73% der Juden und 61% der Araber sind optimistisch eingestellt, was die Zukunft Israels angeht. Während die Mehrheit beider Gruppen mit Israels Fähigkeit, die Sicherheit im Land aufrecht zu erhalten zufrieden ist, war jedoch nur ein geringer Prozentsatz aller Israelis der Ansicht, die Regierung berücksichtige die Bedürfnisse der Bevölkerung ausreichend. „Nur 2 Prozent der Juden und 5 Prozent der Israelis insgesamt finden, dass die israelische Führung gut oder sehr gut ist, wenn es darum geht, die Wünsche der Bürger zu berücksichtigen“, stellte das IDI in einer Pressemitteilung fest.

 

 

Laut der Studie beurteilt ein Großteil der Juden die Lage als nicht so gut (47,9%) oder sogar schlecht (28,7%). In Hinblick auf die Vergrößerung des sozialen Gefälles stuften außerdem mehr als ein Drittel der Befragten (35,6 %) die Situation als „nicht so gut“ oder sogar „schlecht“ ein. Dennoch gab es offensichtlich insgesamt mehr Positives als Negatives zu bemerken, sodass rund 80% der Befragten angaben, sie seien stolz darauf, Israelis zu sein (51,1% der Araber und 86,1% der jüdischen Teilnehmer).

Auch bei der Frage, wie sie die Zukunft sehen, herrschte großer Optimismus – 74% der Juden und 61% der Araber waren in dieser Hinsicht positiv eingestellt. Laut der Umfrage fühlte sich die Mehrheit der befragten Bürger (82% der Juden und 58% der Araber) außerdem „teilweise“ oder „weitgehend“ als Teil des Staates Israel und seiner Probleme.

Auch die wirtschaftliche Stabilität wurde von den meisten Juden (62%) und Arabern (75%), die die wirtschaftliche Lage als „relativ gut“ oder „gut“ beurteilten, positiv eingestuft. Medizin, Gesundheitswesen, Bildungseinrichtungen und Wissenschaften wurden ebenfalls hoch bewertet: 70% der Befragten gaben an, die Leistungen des Landes auf dem Gebiet der Gesundheit und Medizin seien „relativ gut“ oder „gut“. Etwa 61% der Israelis vertraten dieselbe Meinung in Bezug auf die Leistungen im Bildungs- und Wissenschaftssektor.

An der telefonischen Umfrage, die am 18./19. April vom Midgam Research Institute durchgeführt wurde, nahm ein repräsentativer Bevölkerungsanteil von 600 Personen ab 18 Jahren teil. Der Fehlerbereich der Umfrageergebnisse liegt laut IDI bei ±4,1% und einem Konfidenzniveau von 95%.

Auf Englisch zuerst erschienen bei The Times of Israel 

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