Mena-Exklusiv

Michael Flynn und der Islamismus

Sehr geehrte Redaktion der Kleinen Zeitung,

michael-flynnin einem Interview mit dem arabischen Fernsehsender Al Jazeera sagte der designierte amerikanische Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn über Dschihadisten wie die Kämpfer des Islamischen Staates:

„(T)hey have grabbed hold of this religion and they are using it in a very, very dangerous way and if the, if the religious component, the somewhat pro-moderate component of Islam actually stands up to it, I believe that it can be defeated.“

Der radikale Islam könne also besiegt werden, wenn die moderateren Muslime gegen ihn aufstünden. In seinem in diesem Jahr veröffentlichten Buch „The Field of Fight“ schrieb Flynn:

„There are plenty of Islamic religious leaders who, like Sistani [in Iraq] detest the radical Jihadis. (…) It’s long past time for us to denounce the many evils of Radical Islam. The people in the region know it well, as anybody could see by looking at the millions of Iraqis and Afghans who risked their lives to vote in their respective elections despite the Jihadist’ promise to kill them.“

In der heutigen Ausgabe Ihrer Zeitung schreibt dagegen Damir Fras, Flynn werde kritisiert, „weil er nicht zwischen friedfertigen Muslimen und Extremisten unterscheidet“. Halten Sie das angesichts des oben Zitierten für eine seriöse Wiedergabe seiner Position?

Mit freundlichen Grüßen,
Mag. Florian Markl
Mena Watch – der unabhängige Nahost-Thinkttank

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