Marokko will Amt der jüdischen Gemeindevertreter wiedereinführen

König Mohammed VI.

„Der marokkanische König Mohammed VI. traf diese Woche eine Entscheidung, nach der die Institution der örtlichen Vertreter der jüdischen Gemeinden in Marokko wiedereingeführt werden soll. Er ordnete an, dass das Innenministerium Wahlen für die Mitglieder dieser Organe planen soll, die seit 1969 nicht mehr abgehalten wurden. Diese Entscheidung traf der König nur wenige Wochen nachdem der er Anweisungen für den Bau eines neuen jüdischen Kulturmuseums in der Stadt Fez und die Überprüfung der Renovierungsarbeiten im Al-Batha-Museum, einem Projekt mit einem Budget von 15,6 Millionen MAD (1,45 Millionen €), angeordnet hatte. Das neue Museum wird auf einer Fläche von 1667 Quadratmetern im Stadtteil Neu Fez errichtet werden. Eine am Freitag vom Innenministerium herausgegebene Pressemitteilung sagte, dass der König den Minister dazu aufgefordert habe, sicherzustellen, dass die Wahlen regelmäßig abgehalten werden, gemäß den Bestimmungen von Dahir vom 7. Mai 1945, einem königlichen Erlass, der sich auf die Neuordnung der jüdischen Gemeinden bezog.

Ein Jahr nach der Krönung von König Mohammed VI. im Jahr 1999, hat Rabat ein umfangreiches Projekt zur Renovierung von Synagogen und anderen jüdischen Kulturdenkmälern durchgeführt. Seitdem nehmen marokkanische Juden auf allen Ebenen an den Wahlen teil und sind landesweit im Parlament und in den Kommunen vertreten. Im April 2011 richtete der marokkanische König ein beratendes Komitee ein, um Verfassungsänderungen vorzuschlagen. Es wurde unter anderem gefordert, die jüdische Geschichte Marokkos zu einem wesentlichen Teil des Erbes des Landes zu erklären. Dementsprechend erkennt die neue Verfassung die ‚hebräische‘ Komponente als Bestandteil der nationalen Identität Marokkos an.“ (Bericht in Asharq al-Awsat: „Moroccan King Revives Jewish Representative Communities“)

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