Amine Ayoub wurde 32 Stunden lang am Flughafen von Havanna festgehalten und anschließend von den kubanischen Behörden nach Marokko abgeschoben.
Ein mit dem amerikanischen Thinktank Middle East Forum (MEF) in Verbindung stehender marokkanischer Journalist wurde während eines Routine-Transitflugs in Havanna wegen der israelischen Stempel in seinem Reisepass festgenommen. Das in Philadelphia ansässige MEF verurteilte die willkürliche Festnahme, Verhöre und Zwangsabschiebung von Amine Ayoub, einem Mitarbeiter der Organisation, der 32 Stunden lang ohne Essen und Wasser festgehalten wurde, bevor er nach Marokko zurückgeschickt wurde.
Der Vorfall ereignete sich, als Ayoub über Frankreich auf dem Weg zu einer Familienfeier auf den Bahamas am José Martí International Airport ankam. Die kubanischen Behörden unterzogen ihn einem fast fünfstündigen Verhör, das sich obsessiv auf die israelischen Visumstempel in seinem Pass konzentrierte. Sie beschlagnahmten sein Telefon unter dem Vorwand, »Reservierungen zu überprüfen«, und verweigerten ihm schließlich ohne Erklärung oder Dokumentation die Weiterreise, so das Middle East Forum.
»Ich wusste nicht, dass Kuba mich hassen und so behandeln würde«, sagte Ayoub am vergangenen Mittwoch gegenüber der israelischen Website Ynet. »Als ich landete, behandelten sie mich wie einen Terroristen.« Schließlich durfte er dennoch für einige Tage nach Kuba einreisen, doch als er den Flug auf die Bahamas antreten wollte, wo er seinen in Houston lebenden Bruder treffen sollte, wurde er daran gehindert, obwohl er ein gültiges Visum hatte.
Ayoub wurde in einem kahlen Warteraum mit Metallstühlen festgehalten, ständig überwacht, sogar auf die Toilette von Wachen begleitet und während seiner Tortur weder mit Essen noch mit Wasser versorgt, bevor er von der Polizei mit einem Flug nach Marokko abgeschoben wurde.
Gefährliche Zeit
»Amine Ayoubs brutale Behandlung durch das kubanische Regime offenbart die Tiefe von dessen autoritärer Boshaftigkeit und seine Bereitschaft, den nahöstlichen Extremismus in die westliche Hemisphäre zu exportieren«, erklärte MEF-Geschäftsführer Gregg Roman am Donnerstag in einer Stellungnahme. »Diese despotische Regierung hat es bewusst vermieden, offizielle Aufzeichnungen über die Inhaftierung von Herrn Ayoub anzufertigen – ein kalkulierter Versuch, Verfechter von Wahrheit und Demokratie einzuschüchtern und sich gleichzeitig der Rechenschaft zu entziehen.«
Dass ein Journalist wegen eines israelischen Visumstempels festgenommen, verhört und deportiert werden kann, zeige, »wie tief Kuba die Pathologien seiner Gönner im Nahen Osten verinnerlicht hat«, so Roman. Seit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Israel im Jahr 1973 positioniert sich Kuba als treuer Verbündeter palästinensischer Terrororganisationen und des iranischen Regimes und seiner terroristischen Stellvertreter.
»Dies ist eine gefährliche Zeit«, erklärte Ayoub. »Aber wir müssen die Wahrheit sagen und uns gegen das Böse stellen.« Sein Heimatland Marokko ist eines von vier Ländern, die im Rahmen der historischen Abraham-Abkommen von 2020 Frieden mit Israel geschlossen hatten.






