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Londoner Uni-Aktivisten: „Israelis sind rassistischer als andere Weiße“

Die Goldsmiths University in London
Die Goldsmiths University in London (Quelle: NewCrossGater2014 / CC BY-SA 3.0)

Aktivisten der Goldsmiths University of London nutzten den Protest gegen die Entlassung von Universitätspersonal, um gegen Israel zu hetzen.

Jewish Chronicle

Juden und Weiße wurden von einem Studententreffen an der Goldsmiths University of London ausgeschlossen, bei dem es um die „Verteidigung Palästinas“ ging.

Das Treffen im vergangenen Monat, das auf Studenten „afrikanischer, arabischer, asiatischer, karibischer und anderer schwarzer Gemeinschaften“ beschränkt war, war Teil der Bemühungen von Pro-Palästina-Aktivisten, einen Studentenstreik gegen Stellenkürzungen an der Universität zu nutzen, um für ihre Sache zu werben.

Am ersten Tag des Streiks, der im November begann, wurde im Internet ein Aufruf zur „Befreiung Palästinas“ verbreitet, während an der Streikpostenkette palästinensische Fahnen und Banner zu sehen waren – obwohl sich der Protest eigentlich gegen Pläne zur Entlassung von Universitätspersonal richtete.

Eine Rednerin auf der Kundgebung wurde dabei gefilmt, wie sie „die Solidarität mit der der UCU (University and College Union) und das anhaltende Engagement für die palästinensische Sache“ lobte. Dann erklärte sie ihre Unterstützung für die antiisraelische Boykott-, Desinvestitions- und Sanktionsbewegung (BDS).

„Der Kampf für unsere Universitätsmitarbeiter und eine entmilitarisierte Universität, die sich gegen Apartheid und Besatzung stellt, anstatt sie zu finanzieren, ist derselbe Kampf“, sagte sie.

Während der Proteste im November fand eine Versammlung mit dem Titel „Schwarze Befreiung“ statt, deren Ziel es war, sich „gegen die imperialistischen Kriege zu stellen und Palästina zu verteidigen“, wie es in der Ankündigung heißt.

Am selben Tag bekräftigte die Studentenvereinigung ihre „uneingeschränkte, kontinuierliche und unmissverständliche Solidarität“ mit den Palästinensern. Sie erklärte auch ihre Unterstützung für die London School of Economics (LSE), die im Zentrum einer Antisemitismusdebatte steht, nachdem die israelische Botschafterin, Tzipi Hotovely, nach einer Rede dort von einem Mob angegriffen wurde.

Goldsmiths gehört zur Minderheit jener Universitäten, die die Arbeitsdefinition für Antisemitismus, die von der International Holocaust Remembrance Alliance erarbeitet wurde, noch nicht übernommen haben.

Ein Student, der anonym bleiben möchte, berichtete dem JC, dass ein Funktionär der Studentenvereinigung, der sich für Palästina einsetzt, Israelis als „rassistischer als andere Weiße“ bezeichnet habe. Ein anderer habe einen Vortrag über „jüdische Privilegien“ gehalten.

Tristan Benhamou, Vorsitzender der Jewish Society der Goldsmiths University, sagte: „Die Realität ist, dass dies ein feindliches Umfeld ist, seit ich angefangen habe, und das ist zweieinhalb Jahre her. Die Studentenvereinigung bietet uns sehr wenig Unterstützung, sie weichen unseren Anrufen aus und kommen nicht auf Treffen, auf denen über Antisemitismus diskutiert werden soll.“

(Aus dem Artikel London university students ban Jews, whites from meeting”, der im Jewish Chronicle erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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