Präsident Joseph Aoun beschuldigte am Montag die schiitische Terrororganisation Hisbollah, den Libanon für iranische Interessen zu opfern.
Präsident Joseph Aoun kritisierte die Hisbollah scharf für ihren Angriff auf Israel am 2. März, der israelische Gegenangriffe nach sich gezogen hatte. »Wer auch immer diese Raketen abgefeuert hat, wollte den Zusammenbruch des libanesischen Staates herbeiführen und ihn in Aggression und Chaos stürzen … alles nur wegen der Kalküle des iranischen Regimes«, erklärte Aoun gegenüber europäischen Beamten.
Der libanesische Präsident schlug eine Vier-Punkte-Initiative zur Beendigung des Kriegs vor und forderte die internationale Gemeinschaft auf, deren Umsetzung zu unterstützen. Der Plan sieht unter anderem die Etablierung eines vollständigen Waffenstillstands mit Israel vor ebenso wie logistische Unterstützung für die libanesische Armee zur Entwaffnung der Hisbollah und direkte Verhandlungen mit Israel unter internationaler Schirmherrschaft.
Syrien stimmt zu
Der syrische Präsident Ahmed al-Sharaa unterstützte seinen libanesischen Amtskollegen mit den Worten: »Wir stehen an der Seite des libanesischen Präsidenten Joseph Aoun bei der Entwaffnung der Hisbollah.«
Der Vorsitzende der Hisbollah-Fraktion im libanesischen Parlament, Mohamed Raad, hingegen schwor am Montagabend, seine Gruppe werde ihre »Existenz um jeden Preis verteidigen«, da sie »keine andere Möglichkeit habe, ihre Ehre, ihren Stolz und ihre Würde zu bewahren als den Widerstand«.
Die Erklärungen erfolgten, als der Krieg zwischen Israel und der Hisbollah in die zweite Woche ging und Israel schwere Angriffe auf ein Finanzunternehmen durchführte, das mit der Gruppe in Verbindung steht. Der Libanon wurde letzte Woche in den Nahostkrieg hineingezogen, als die vom Iran unterstützte Hisbollah Israel in einer Reaktion auf die Tötung des iranischen Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei bei amerikanisch-israelischen Luftschlägen angriff.






