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Libanesischer Abgeordneter bitte Welt um Hilfe gegen Hisbollah und Iran

Der libanesische Politiker Samy Gemayel (re.) bei einem Fernsehinterview (© Imago Images / Sipa USA)
Der libanesische Politiker Samy Gemayel (re.) bei einem Fernsehinterview (© Imago Images / Sipa USA)

Samy Gemayel rief die internationale Gemeinschaft auf, dem Libanon zu helfen, sich von der Hisbollah und der iranischen Schirmherrschaft zu befreien.

Der libanesische Abgeordnete und Vorsitzende der christlich-maronitischen Kataeb-Partei Samy Gemayel bat die Welt in einem Anfang Juni ausgestrahlten Interview mit dem saudischen Al-Arabiya Network, den Libanon bei der Befreiung von der schiitischen Terrorgruppe Hisbollah und deren Schirmherren Iran zu unterstützen. 

»Wir rufen die arabische Welt und die internationale Gemeinschaft auf, endlich zu erkennen, dass der Libanon gekapert worden ist. Wir leisten friedlichen politischen Widerstand gegen die Übernahme des Libanons durch die Hisbollah und den Iran.« 

Libanon zahlt den Preis

Der Libanon zahle den Preis dafür, fuhr Gemayel fort, dass das »libanesische Volk nicht in der Lage ist, den Lauf der Dinge im Südlibanon zu ändern«, wo die Hochburgen der Hisbollah sind, von denen aus die Terrorgruppe Israel angreift. »Deshalb brauchen wir unsere arabischen Brüder und die internationale Gemeinschaft, um den Libanon vor dieser Katastrophe zu schützen und uns zu helfen, uns von der iranischen Bevormundung zu befreien, die von der Hisbollah ausgeübt wird.«

Bereits in der Vergangenheit hatte Gemayel immer wieder erklärt, die Hisbollah sei eine »islamische Republik«, die versuche, den Libanon für den Iran zu übernehmen und den Geist der libanesischen Republik zu töten, indem sie deren Kultur verändere. Gemayel beklagte, er sei es leid, weiterhin »wie ein Bürger zweiter Klasse zu leben« und von einer schiitischen Miliz unterdrückt zu werden, mit der es keine Partnerschaft geben könne: »Wenn eine Familie in einem Haus lebt … das ist kein Familienleben. Das ist Vergewaltigung und tägliche Gewalt gegen alle Libanesen.«

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