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Libanesischer Ex-Abgeordneter: Iran und Assad betreiben ethnische Säuberung

Flüchltingslager Yasmine in der Bekaa-Ebbene im Libanon
Flüchltingslager Yasmine in der Bekaa-Ebbene im Libanon (© Imago Images / Agencia EFE)

Das syrische Regime hat zwölf Millionen Sunniten vertrieben, um die demographische Zusammensetzung des Landes zugunsten der Schiiten zu verändern.

Der ehemalige libanesische Abgeordnete und jetzige Vorsitzender des Nationalen Rates für die Beseitigung der iranischen Besatzung, Fares Souaid, sagte am 11. September in einer Sendung des libanesischen Fernsehsenders LBC, das Regime des syrischen Präsidenten Baschar Al-Assad verändere die demografische Struktur Syriens, indem es die sunnitischen Muslime vertreibe.

Dies gehe nicht zuletzt wegen der vielen Flüchtlinge auf Kosten des Libanons und der Türkei: »Der Iran hat in der Region einen Fehler gemacht, für den er zusammen mit all seinen Verbündeten noch lange Zeit bezahlen wird. Ich stehe hinter dem, was ich sage. Es gibt zwölf Millionen Vertriebene, sechs Millionen innerhalb Syriens und sechs Millionen im Ausland. Und mindestens 1,5 Millionen hier«, erklärte Souaid unter Bezug auf den Libanon. »Sie stellen eine echte Belastung dar. In der Türkei und anderswo ist es das Gleiche.«

Darauf angesprochen, dass es doch sein politisches Lager gewesen sei, das die Aufnahme der syrischen Flüchtlinge immer verteidigt habe, und das, obwohl sie, wie es die Interviewerin ausdrückte, »den Libanesen die Arbeitsplätze wegnehmen«, im Libanon »Geschäfte gründen und auf unsere Kosten Waren nach Syrien schmuggeln« und »eine kulturelle, sicherheitspolitische und gesundheitliche Bedrohung darstellen«, erwiderte Souaid, dass er ihre Aufnahme als Vertriebene und als Flüchtlinge unterstütze, nicht aber ihre dauerhafte Anwesenheit:

»Wir alle«, so Souaid weiter, »zahlen den Preis für die Tragödie, die Syrien heimgesucht hat. Sie ist um Größenordnungen schlimmer als die Tragödie in Palästina.« Einer der Gründe dafür sei, dass die libanesische Hisbollah im Nachbarland eingegriffen habe, um aufseiten des Assad-Regimes und des Irans zu kämpfen.

Währenddessen seien libanesische Kabinettsmitglieder nach Syrien gereist, um über eine Rückkehr der Flüchtlinge zu verhandeln. Darauf aber habe sich das Regime von Baschar Al-Assad nicht eingelassen, und zwar aus dem Grund, »dass es die Demografie der syrischen Gesellschaft verändern möchte, indem es das Gleichgewicht zugunsten einer bestimmten Konfession verschiebt. Sie vertreiben die Sunniten aus Syrien.« Dass sei dasselbe, was der Iran schon im Irak getan habe.

Wenn die Hisbollah ihre vollmundigen Ankündigungen wahrmachen und »Israel besiegen und alle ins Meer werfen« wolle, dann sollte Hassan Nasrallah doch die UNO-Resolution 1701, welche die Entwaffnung der Hisbollah fordert, aufkündigen, seine »Truppen doch nach Galiläa führen und Israel einnehmen. Mal sehen, ob dieser Angeber in der Lage ist, in Israel einzumarschieren.« In diesem Fall, so schloss Souaid seine Ausführungen, könnte der libanesische Staat wenigstens »die 800 Millionen Dollar, die er für die Umsetzung der Resolution 1701 ausgibt«, in Schulen, Krankenhäuser und den Wiederaufbau des Beiruter Hafens stecken.

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