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In Tel Aviv strahlte die libanesische Flagge

Das Rathaus von Tel Aviv erstrahlte in den Farben der libanesischen Flagge. (Quelle: Twitter)
Das Rathaus von Tel Aviv erstrahlte in den Farben der libanesischen Flagge. (Quelle: Twitter)

In Tel Aviv wurde Solidarität mit den Opfern der Explosion im Hafen von Beirut gezeigt. Die Reaktionen darauf im Libanon waren gemischt.

Mittwochabend leuchtete das Rathaus in Tel Aviv in den Farben der libanesischen Flagge. Die Geste war ein Zeichen des Gedenkens an die Opfer der Explosion im Hafen von Beirut, bei der mehr als 150 Menschen getötet und über 5000 verletzt wurden, viele weitere gelten als vermisst. Zahlreiche Wohnhäuser sind zerstört oder beschädigt worden, rund 300.000 Menschen sind obdachlos.

Das Rathaus von Tel Aviv hat in der Vergangenheit bereits mehrfach mit besonderer Beleuchtung seiner Fassade den Opfern von Terroranschlägen und Naturkatastrophen gedacht. Schon Dienstagnacht bot Israel dem Libanon medizinische Hilfe an; einige Krankenhäuser nahmen Patienten auf, darunter das Galilee Medical Center, das sich nahe der Grenze zum Libanon befindet.

Das Zeigen der libanesischen Flagge als Zeichen der Solidarität mit den Opfern von Beirut stieß in Israel nicht nur auf Zustimmung. Für Tel Avivs Bürgermeister Ron Hudai war die Geste selbstverständlich. Auf Twitter schrieb er: „Humanität kommt vor jedem Konflikt, unser Herz ist bei den Menschen im Libanon.“ Von anderer wurde er dafür heftig kritisiert. „Das ist verrückt. Der Libanon ist offiziell ein terroristischer Staat, die Flagge des Gegners zu schwenken ist eine strafbare Handlung“, behauptete (fälschlicherweise) Yair Netanyahu, der oft kontroversielle Sohn des israelischen Premierministers.

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Der Knessetabgeordnete Bezalel Smotrich kritisierte das medizinische Hilfsangebot an den Libanon, der sich offiziell immer noch im Krieg mit Israel befindet. In den vergangenen Wochen gab es vermehrt Spannungen an der israelisch-libanesischen Grenze, darunter auch einen Infiltrationsversuch einer Gruppe von Hisbollah-Terroristen.

Auch auf libanesischer Seite waren die Reaktionen auf die in Israel zum Ausdruck gebrachte Solidarität geteilt. Auf Twitter wurden unter dem Hashtag „We don’t want it“ Kommentare gepostet, in denen z.B. zu lesen war: „Natürlich, jetzt schwenken sie unsere Fahne, aber schon bald werden sie unser Land zerstören“. Unterstützer der Hisbollah stießen Drohungen in Richtung Israel aus. Einer schrieb: „Wir sind es, die bald Tel Aviv beleuchten werden – mit unseren Raketen“. Medizinische Hilfsangebote wurden von den Behörden im Libanon gänzlich ignoriert.

Yonatan Gonen, der Leiter der Abteilung, die die arabisch-sprachigen Kanäle Israels in den sozialen Medien betreut, berichtete jedoch auch von zahlreichen positiven Kommentaren. Sol habe ein Libanese geschrieben: „Vielen Dank vom ganzen Herzen dem israelischen Volk für seine starke und humanitäre Haltung. Wir im Libanon lieben euch und stehen an Eurer Seite.“ Ein anderer Schreiber bedankte sich bei „unserer Schwester-Nation“ Israel.

„Wir haben solche Nachrichten sowohl auf Facebook als auch auf Instagram erhalten. Darüber hinaus erhielten wir auch viele positive Reaktionen von Einwohnern anderer arabischer Länder, insbesondere aus dem Irak, aus Ägypten und sogar aus Syrien. Eine schrieb in einer Antwort auf unsere Beiträge, dass sie dazu erzogen wurde, Israel zu hassen, jetzt sei sie aber von den israelischen Gesten beeindruckt“.

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