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Schlagen die USA einen neuen Kurs gegenüber der Türkei ein?

US-Außenminister Mike Pompeo (re.) mit seinem griechischen Amtskollegen Kyriakos Mitsotakis. Die USA stärken den Gegnern der Türkei den Rücken. (imago images/ANE Edition)
US-Außenminister Mike Pompeo (re.) mit seinem griechischen Amtskollegen Kyriakos Mitsotakis. Die USA stärken den Gegnern der Türkei den Rücken. (imago images/ANE Edition)

US-Außenminister Pompeo besuchte Griechenland und Zypern. Washington scheint genug vom Zündeln der Türkei überall in der Region zu haben.

Seth J. Frantzman, The Jerusalem Post

US-Außenminister Mike Pompeo hat dem östlichen Mittelmeerraum einen Besuch abgestattet, wo er mit führenden griechischen Politikern zusammentraf. Am 12. September war er auch in Zypern. Die Türkei hat Griechenland und Zypern bedroht und Spannungen im östlichen Mittelmeerraum verursacht. Die Herausforderung durch Ankara hat Griechenland, Zypern, Ägypten und Israel veranlasst, enger zusammenzuarbeiten.

Pompeos Reise scheint auf eine neue Bereitschaft der USA hinzuweisen, mehr auf Athen und Nikosia zu hören, statt die Aggression Ankaras zu beschwichtigen. Die Reise hat für einiges Stirnrunzeln in der Türkei gesorgt, deren Führung sich daran gewöhnt hat, die USA zu beschimpfen, aber gleichzeitig einen guten Draht zum Weißen Haus zu haben.

Zuletzt übte Pompeo Kritik an der Türkei, weil sie die Spannungen in Aserbaidschan und Armenien angeheizt hatte, indem sie erklärt hatte, sie könne Aserbaidschan militärisch unterstützen. Er äußerte sich auch besorgt darüber, dass syrische Söldner, von denen viele wegen Plünderungen in Afrin und Libyen gesucht werden und die für religiösen Extremismus bekannt sind, von Ankara rekrutiert wurden, um gegen Armenien zu kämpfen.

Zum ersten Mal scheinen die USA der Türkei wegen deren Schüren von Konflikten in der gesamten Region entgegenzutreten. Im vergangenen Jahr ist die Türkei in Syrien eingefallen; hat den Irak bombardiert; Griechenland damit gedroht, Flüchtlinge über die Grenze zu drängen; die Spannungen in Idlib geschürt; Abkommen mit Russland unterzeichnet; Waffen und syrische Kämpfer illegal nach Libyen geschickt; gedroht, Jerusalem von der Kontrolle durch Israel zu „befreien“; die Vereinigten Arabischen Emiraten gedroht; gegen das Abkommen zwischen Israel und den VAE gewettert; Hamas-Terroristen beherbergt; den Krieg zwischen Aserbaidschan und Armenien gefördert; und ist im eigenen Land damit fortgefahren, Journalisten und Oppositionspolitiker ins Gefängnis zu werfen. (…)

Im Laufe der Jahre haben sich Ankaras Offizielle daran gewöhnt, sich mit Russland und dem Iran zu treffen, während sie immer wieder europäische und westliche Führer beschimpfen. Die Türkei nimmt den Westen nicht ernst und denkt, dass die Diffamierung der USA, Frankreichs, Deutschlands, Österreichs, Hollands und anderer Länder der beste Weg ist, um von westlichen Entscheidungsträgern Zugeständnisse zu erwirken. Türkische regierungsfreundliche Medien zum Beispiel prügeln regelmäßig auf die USA ein, während sie Russland und den Iran nicht in gleicher Weise kritisieren. (…) Es ist schwer, im vergangenen Jahr eine Woche zu finden, in der türkische Offizielle nicht irgendein westliches Land angegriffen haben, während sie gleichzeitig fordern, diese sollten mit der Türkei zusammenarbeiten. (…)

Es mag sein, dass das US-Außenministerium lediglich versucht, beide Seiten gegeneinander auszuspielen, aber die hochrangigen Besuche Pompeos in Griechenland und Zypern scheinen eine Änderung der Haltung zu zeigen.

(Aus dem Artikel „Is Pompeo changing tack on Turkey? –Analysis“, der in der Jerusalem Post erschienen ist. Übersetzung von Florian Markl.)

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