Krieg im Jemen könnte bis Jahresende 50.000 Kindern das Leben kosten

„Save the Children hat davor gewarnt, dass im Jemen bis Jahresende infolge des festgefahrenen Kriegs voraussichtlich mehr als 50.000 Kinder an Krankheit und Hunger sterben werden. Sieben Millionen Menschen stehen am Rande einer Hungersnot in dem Land, das von der größten Choleraepidemie der Neuzeit gezeichnet ist. Schätzungsweise 130 jemenitische Kinder sterben jeden Tag und geschätzte 400.000 Kinder werden dem gemeinnützigen Verein zufolge dieses Jahr der Behandlung wegen Unterernährung bedürfen. ‚Diese Todesfälle sind so sinnlos wie sie verhinderbar sind’, erklärte der Direktor von Save the Children für den Jemen, Tamer Kirolos. (…)

Der gemeinnützige Verein warnte, die Zahl der Todesfälle infolge von Hunger und Krankheit könne sogar noch höher ausfallen, da die Berechnungen vorgenommen wurden, ehe Saudi-Arabien seine Blockade der von den Aufständischen kontrollierten Gebiete verschärfte. Die Saudis reagierten damit auf eine Anfang des Monats vom aufständischen Gebiet aus auf den internationalen Flughafen von Riad abgeschossene Rakete. Die Blockade hat die großen Einfuhrhäfen von Hodeidah und Saleef und den Flughafen der Hauptstadt Sana’a geschlossen und damit die Zufuhr von Lebensmitteln und Hilfsgütern massiv behindert. Die ohnehin rasch steigenden Preise für Lebensmittel und Kraftstoff sind binnen weniger Tagen außer Kontrolle geraten, wodurch die begrenzten Möglichkeiten der Hilfsorganisationen, Hilfsgüter zu verteilen, weiter begrenzt worden sind.“ (Lydia Smith: „Yemen: More than 50,000 children expected to die of starvation and disease by end of year“)

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