
Nun also sind die ganz normalen Probleme des Alltags in der Prioritätenliste der Wähler ganz nach oben gerutscht. Und das zu Recht: Die Wirtschaft schwächelt. Ein heftiger Kursabsturz der türkischen Landeswährung Lira im vergangenen Jahr hat die Inflation in der Türkei stark steigen lassen. Die Jahresteuerung lag im Januar bei 20,35 Prozent, teilte das Statistikamt in Ankara vor wenigen Tagen mit. (…) Der Präsident versprach, alle notwendige Maßnahmen zu ergreifen, um einen weiteren Anstieg der Preise für Gemüse und Obst einzudämmen. Die Opposition befürchtet allerdings, dass Erdogan hinsichtlich der Kommunalwahlen noch ganz andere Maßnahmen treffen könnte. (…)
Schon öfter war der Regierung vorgeworfen worden, bei Wahlen nachgeholfen zu haben. (…) Laut der sozialdemokratischen Oppositionspartei CHP habe es massenhaft Unregelmäßigkeiten auf den Wählerregistrierungslisten gegeben. Insgesamt habe seine Partei 6400 registrierte Wähler im Alter zwischen 100 und 165 Jahren gefunden, erklärte CHP-Vizechef Onursal Adigüzel. In manchen Städten habe es zudem eine ‚wundersame Wählervermehrung‘ gegeben. Laut der Opposition seien das gezielte Manipulierungen, berichtet der Tagesspiegel. Erdogans AKP wolle sich gegen unangenehme Überraschungen bei der Kommunalwahl am 31. März absichern.“ (Bericht auf Merkur.de: „Erdogan droht Machtverlust in der Türkei“)



