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Kiew fordert Zerstörung iranischer Drohnenfabriken

Demonstranten fordern die Zerstörung iranischer Waffenfabriken
Demonstranten fordern die Zerstörung iranischer Waffenfabriken (© Imago Images / NurPhotos)

Laut dem ukrainischen Präsidentenberater bereitet sich Teheran darauf vor, noch mehr Militärausrüstung an Moskau zu liefern, wobei der Mullah-Staat internationale Sanktionen ignoriert.

Ein hoher ukrainischer Beamter forderte am Samstag die »Liquidierung« iranischer Fabriken, die Waffen für Russland produzieren, und die »Verhaftung der Lieferanten«. 

Der ukrainische Präsidentenberater Mykhailo Podolyak twitterte, Teheran plane trotz internationaler Sanktionen gegen Firmen und Einrichtungen, die an Waffenlieferungen für Russland beteiligt sind, seine Transporte von Drohnen und Raketen an den Kreml zu verstärken. Daher, so Podolyak, sei es »wichtig, die nicht zielführenden Sanktionen und das wirkungslose Konzept der UN-Resolutionen aufzugeben und zu zerstörerischeren Mitteln überzugehen«.

Auch der israelische Mossad-Chef David Barnea warnte vergangene Woche vor einer Ausweitung fortschrittlicher Waffen des Irans an Russland. Er erklärte, Israel warne vor den Absichten des Irans, »die er geheim zu halten versucht: nämlich die Lieferung fortschrittlicher Waffen an Russland zu intensivieren, das Projekt der Urananreicherung auszuweiten und seine Angriffe auf befreundete muslimische Länder in der Region zu verstärken«.

Barneas Warnung erfolgte, nachdem die Vereinigten Staaten Anfang des Monats ihre Besorgnis über eine »umfassende Verteidigungspartnerschaft« zwischen Teheran und Moskau zum Ausdruck gebracht hatten, die sich immer weiter verstärke, seit Russland im Februar in die Ukraine einmarschierte. Teheran räumte im November ein, Drohnen an Russland geliefert zu haben, bestand aber darauf, dies vor der Invasion getan zu haben.

Ende Oktober erklärte Israels Präsident Isaac Herzog, er habe Washington Informationen übermittelt, die nach Angaben des israelischen Geheimdienstes den Einsatz iranischer Drohnen im Ukraine-Krieg belegen. Am 9. Dezember beschrieb Washington die umfangreiche Beziehung zwischen dem Iran und Russland, welche die Lieferung von Drohnen, Ausrüstungsgegenständen, Hubschraubern und Kampfjets umfasst, was zu neuen US-Sanktionen führten.

Vassily Nebenzia, Moskaus Gesandter bei den Vereinten Nationen, erwiderte darauf im Sicherheitsrat, Russlands militärisch-industrieller Komplex brauche »niemandes Hilfe« und sagte, die Drohnenvorwürfe seien bereits mehrfach widerlegt worden.

James Cleverly, britischer Außenminister, meinte vergangene Woche, angesichts der gegen das Regime gerichteten Proteste schließe Teheran »in seinem verzweifelten Versuch, zu überleben, schmutzige Deals« mit Moskau. Die an Russland gelieferten Drohnen spielten eine »zentrale Rolle« bei Angriffen auf zivile Ziele in der Ukraine, so das britische Foreign Commonwealth and Development Office.

Das iranische Außenministerium erklärte am Sonntag, es werde bei seinen Bemühungen, die Beziehungen zu Russland auszubauen, »niemandem um Erlaubnis bitten. Die Zusammenarbeit zwischen dem Iran und Russland in verschiedenen Bereichen, darunter die Landesverteidigung, wird im Rahmen gemeinsamer Interessen ausgebaut und richtet sich nicht gegen ein Drittland«, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Nasser Kanani.

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