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Khamenei soll Macht an Sohn übergeben haben

Oberster Führer Ali Khamenei soll die Macht an seinen Sohn Mojtaba (mi.) übergeben haben
Oberster Führer Ali Khamenei soll die Macht an seinen Sohn Mojtaba (mi.) übergeben haben (© Imago Images / ZUMA Wire)

Irans Oberster Führer Ajatollah Ali Khamenei hat möglicherweise wegen seines schlechter werdenden Gesundheitszustands die Macht an seinen Sohn übertragen, berichtete der iranische Journalist Momahad Ahwaze am Samstag.

Aaron Reich, Jerusalem Post

Auf Twitter schrieb Ahwaze in arabischer Sprache, dass Quellen im Iran über den Gesundheitszustand des 81-jährigen Führers besorgt und die die ihm Nahestehenden angeblich sogar „sehr besorgt“ über seinen immer schlechter werdenden Zustand seien.

Daher sollen seine Befugnisse auf seinen 51-jährigen Sohn Sayyid Mojtaba Hosseini Khamenei übertragen worden sein, der derzeit mehrere wichtige Sicherheits- und Geheimdienstabteilungen im Land leitet. Europäische Quellen halten Mojtaba seit über zehn Jahren für einen potenziellen Nachfolger des obersten Führers, und der britische Zeitung The Guardian bezeichnete ihn in einem Artikel aus dem Jahr 2009 sogar als „Torwächter des obersten Führers des Iran“.

Ahwaze bemerkte, dass es unklar ist, was eine solch plötzliche Verschlechterung des Zustands des obersten Führers verursacht hat, obwohl er vermutete, dass es Prostatakrebs sein könnte. Der Gesundheitszustand Khameneis hat Berichten zufolge auch dazu geführt, dass er einige wichtige Treffen abgesagt hat, wie zum Beispiel ein kürzlich angesetztes Treffen mit Präsident Hassan Rouhani.

Khamenei ist seit 1989 an der Macht, als er nach dem Tod des Gründers der Islamischen Republik, Ruollah Khomenei, die Macht übernahm. In der Vergangenheit hatte er jedoch mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und wurde 2014 an seiner Prostata operiert. Laut in der französischen Zeitung Le Figaro im Jahr 2015 zitierten westlichen Quellen habe der oberste Führer an Prostatakrebs gelitten.

Es gibt keine offizielle Bestätigung für einen möglichen Machtwechsel. (…) Wenn Ahwazes Berichte wahr sind, würde dies bedeuten, dass Khamenei nach zunehmenden Spannungen mit den USA und Israel zurücktritt, während Teheran den jüdischen Staat für die Tötung seines hochrangigen Nuklearwissenschaftlers Mohsen Fakhrizadeh am 27. November verantwortlich macht. Darüber hinaus ist unklar, ob die jetzige Nachfolgeregelung dauerhaft sein wird, da sie gegen die Verfassungsbestimmungen zur Ernennung eines neuen obersten Führers verstößt.

Gemäss Artikel 111 der iranischen Verfassung wird der Nachfolger des obersten Führers von der Expertenversammlung gewählt, die derzeit aus 88 Ayatollahs besteht. In der Zwischenzeit müsste das Land von einem provisorischen Führungsrat verwaltet werden, der aus dem iranischen Präsidenten, dem Obersten Richter und einem Mitglied des Wächterrates besteht.

(Aus dem Artikel „Iran Supreme Leader Khamenei hands power to son due to health – report“ der zuerst in der Jerussalem Post erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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