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Khamenei: »Iran bereit, den USA noch härtere Schläge zu versetzen«

Khamenei-Wandbild in der iranischen Hauptstadt Teheran
Khamenei-Wandbild in der iranischen Hauptstadt Teheran (© Imago Images / Anadolu Agency)

Der Oberste Führer des Irans versucht mit Lügen und martialischen Drohungen gegen Israel und die USA sein politisch ramponiertes Image aufzubessern.

Der Iran sei bereit, auf jede erneute Militäraktion gegen ihn zu reagieren und habe die Kraft, den Vereinigten Staaten und anderen Militärmächten »noch härtere Schläge« zu versetzen, warnte der iranische Oberste Führer Ali Khamenei am Mittwoch. Die Islamische Republik fürchte Amerika nicht nur nicht, sondern flöße im Gegenteil den USA Angst ein, erklärte er vor Justizbeamten des Landes bei seinem zweiten öffentlichen Auftritt seit dem zwölftägigen Krieg mit Israel.

»Obwohl wir das zionistische Regime als Krebsgeschwür und die USA aufgrund ihrer Unterstützung dieses Regimes als Verbrecher betrachten, haben wir keinen Krieg gesucht. Doch wann immer der Feind angegriffen hat, war unsere Antwort entschlossen.« Israel sei vom Iran »in die Knie gezwungen« worden und habe sich »verzweifelt an die USA gewandt«, um am 22. Juni die wichtigsten Nuklearanlagen des Regimes anzugreifen, behauptete Khamenei und fügte hinzu, Jerusalem habe »erkannt, dass es mit Teheran nicht fertig wird«.

Der iranische Oberste Führer bezeichnete den auf eine Luftwaffenbasis in Katar zielenden Gegenangriff Teherans als »bedeutend« und fügte hinzu, dass, »sobald die Medienzensur aufgehoben ist, deutlich werden wird, wie schwer der Schlag war, den der Iran versetzt hat. Natürlich könnten den USA und anderen noch größere Schläge versetzt werden.« Teheran verfüge »über alle notwendigen Mittel, von der Logik bis hin zur militärischen Macht – und ob nun auf dem Schlachtfeld der Diplomatie oder in einem militärischen Konflikt, wir werden, so Allah will, aus einer Position der Stärke heraus agieren.«

Kommt Snapback?

Die ersten Angriffe Jerusalems am 13. Juni in der Islamischen Republik eliminierte die oberste Militärführung Teherans, darunter den Stabschef der Armee und den Kommandeur der Revolutionsgarde; in den folgenden zwölf Tagen der Kämpfe wurden weitere Beamte getötet. Nachdem die Vereinigten Staaten in den Krieg eingetreten waren und am 22. Juni die Nuklearstandorte Natanz, Isfahan und Fordo angegriffen hatten, feuerte der Iran vierzehn Raketen auf den US-Militärstützpunkt Al Udeid in Katar ab. Doha gab an, dreizehn der Geschosse abgefangen zu haben und es keine Opfer gab.

Der amerikanische Außenminister Marco Rubio und seine Kollegen Frankreichs, Deutschlands und Großbritanniens einigten sich am Montag in einem Telefonat, Teheran bis Ende August Zeit zu geben, um ein neues Atomabkommen zu erzielen, berichtete der israelische Nachrichtensender Channel 12 am Mittwoch unter Berufung auf drei Quellen. Der Bericht erschien einen Tag nachdem der französische Außenminister Jean-Noël Barrot gegenüber Reuters erklärt hatte, dass Paris, Berlin und London den Snapback-Mechanismus bis Ende August aktivieren würden, sollten keine konkreten Fortschritte erzielt werden. Mit diesem Mechanismus könnten die durch die mit dem Atomdeal von 2015 aufgehobenen internationalen Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft gesetzt werden.

Die Wiedereinführung der UN-Sanktionen gegen Teheran wegen seines Atomprogramms werde zu einer »angemessenen und verhältnismäßigen Reaktion« führen, warnte das iranische Regime Anfang dieser Woche. »Die Androhung, den Snapback-Mechanismus anzuwenden, entbehrt jeder rechtlichen und politischen Grundlage und wird eine angemessene und verhältnismäßige Reaktion der Islamischen Republik Iran nach sich ziehen«, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters den Sprecher des Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, auf einer Pressekonferenz.

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