Latest News

Ali Khamenei rechtfertigt Hamas-Überfall auf Israel in Freitagspredigt

Irans Präsident Peseschkian, Parlamentssprecher Ghalibaf, Khamenei und Justiz-Chef Ejeie bei der Freitagspredigt
Irans Präsident Peseschkian, Parlamentssprecher Ghalibaf, Khamenei und Justiz-Chef Ejeie bei der Freitagspredigt (© Imago Images / ABACAPRESS)

In einer seiner seltenen Predigten lobte der iranische Oberste Führer den Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 auf Israel.

Der Oberste iranische Führer Ayatollah Ali Khamenei hielt am Freitag eine Predigt, in der er nicht nur den Raketenangriff auf Israel vom vergangenen Dienstag verteidigte, sondern zugleich auch den unter der Führung der Hamas durchgeführten Terrorangriff vom 7. Oktober lobte. Vor Zehntausenden Gläubigen in einer Moschee in Teheran sagte Khamenei, dass die vom Iran unterstützten bewaffneten Gruppen im Nahen Osten »nicht nachgeben werden«, selbst nachdem Israel kürzlich eine Reihe von Terroristenführern getötet hat. 

In seiner ersten öffentlichen Freitagspredigt seit fast fünf Jahren sprach Khamenei auf Arabisch über den Kampf gegen Israel durch die mit Teheran verbündete »Achse des Widerstands«, zu der auch die libanesische Hisbollah und die palästinensische Terrorgruppe Hamas gehören. »Der Widerstand in der Region wird sich durch diese Märtyrertode nicht beirren lassen und siegen«, rief Khamenei der Menge in der Imam-Khomeini-Moschee zu, in der Porträts getöteter Hisbollah- und Hamas-Führer in die Höhe gehalten wurden. 

Der Anführer des Mullah-Regimes lobte die »erbitterte Verteidigung« der Terrorgruppen gegen die israelischen Streitkräfte im vergangenen Jahr und bezog sich dabei auf das brutale Massaker der Hamas vom 7. Oktober und die anschließenden Solidaritätsangriffe der Hisbollah, der jemenitischen Huthi-Rebellen und der Milizen im Irak und in Syrien. Die von Teheran unterstützten Terroristen hätten »logische und rechtmäßige« Aktionen gegen Israel ausgeführt, und »niemand hat das Recht, sie zu kritisieren«. Der Iran hatte den Angriff der Hamas bereits in der Vergangenheit begrüßt, aber jegliche Beteiligung abgestritten.

Vernichtungsdrohung

Khamenei sprach mit einem Gewehr an seiner Seite, eine im Iran übliche Tradition für schiitisch-muslimische Imame, die das Freitagsgebet leiten, welche die Bereitschaft signalisieren soll, sich einem Feind zu stellen. Der Rede ging eine Gedenkfeier für den Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah voraus, der am 27. September bei einem israelischen Angriff auf Südbeirut gemeinsam mit dem Revolutionsgarde- Kommandeur Abbas Nilforoushan getötet wurde.

»Was unsere Streitkräfte getan haben, war die Mindeststrafe für die Verbrechen des usurpierenden zionistischen Regimes«, erklärte Khamenei unter Bezug auf den iranischen Raketenangriff von vergangener Woche, der – nach einer ähnlichen Aktion im April – die zweite direkte Attacke des Irans auf Israel darstellte. Abschließend warf er Israel vor, ein »bösartiges Regime« zu sein, das »nur durch die Unterstützung der Amerikaner überleben konnte«, aber »nicht mehr lange andauern« werde.

Zuletzt leitete Khamenei im Januar 2020 das Freitagsgebet, nachdem der Iran als Reaktion auf einen Angriff, bei dem der Kommandeur der Revolutionsgarde-Auslandseinheit Qassem Soleimani getötet wurde, Raketen auf einen Stützpunkt der US-Armee im Irak abgefeuert hatte.

Bleiben Sie informiert!
Mit unserem wöchentlichen Newsletter erhalten Sie alle aktuellen Analysen und Kommentare unserer Experten und Autoren.

Zeigen Sie bitte Ihre Wertschätzung. Spenden Sie jetzt mit Bank oder Kreditkarte oder direkt über Ihren PayPal Account. 

Mehr zu den Themen

Das könnte Sie auch interessieren

Wir reden Tachles!

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie alle aktuellen Analysen und Kommentare unserer Experten und Autoren!

Nur einmal wöchentlich. Versprochen!