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Khamenei: Demonstranten an US-Unis auf richtiger Seite der Geschichte

Irans Oberster Führer Khamenei mit Khomeinis Enkel Hassan
Irans Oberster Führer Khamenei mit Khomeinis Enkel Hassan (© Imago Images / ZUMA Wire Press)

Irans Oberster Führer Khamenei lobte die amerikanischen Studenten dafür, einen »Zweig der Widerstandsfront« gebildet zu haben und rief sie auf, sich mit dem Koran vertraut zu machen.

Der Oberste Führer des Irans, Ayatollah Ali Khamenei, lobte Ende vergangener Woche die protestierenden Studenten in den USA dafür, dass sie einen Teil des »Widerstands« gegen Israel gebildet hätten. In einer Reihe von an die Protestgruppen gerichteten Tweets schrieb Khamenei, die Demonstranten stünden »auf der richtigen Seite der Geschichte« und forderte sie auf, »sich mit dem Koran vertraut zu machen«.

»Ihr habt jetzt einen Zweig der Widerstandsfront gebildet und einen ehrenvollen Kampf gegen den rücksichtslosen Druck Eurer Regierung begonnen, die offen die Zionisten unterstützt«, schrieb Khamenei und fügte hinzu, die Unterstützung seitens ihrer Professoren sei »angesichts der Polizeibrutalität Ihrer Regierung und des Drucks, den sie auf Sie ausübt, eine konsequente Entwicklung«.

Das iranische Regime verfolgt die antiisraelischen Studentenproteste im Westen sehr genau, verabschiedeten Solidaritätsadressen und hielten Solidaritätsdemonstrationen ab. Mitte Mai lud der Präsident einer der führenden Universitäten des Landes amerikanische Studenten, die wegen ihrer Proteste für die Palästinenser von ihren Universitäten verwiesen worden waren, ein, ihr Studium in der Islamischen Republik fortzusetzen.

Gegen den »Weltzionismus«

Khamenei, der nach Ayatollah Ruhollah Khomeini der zweite Oberste Führer seit der Revolution von 1979 ist, beschuldigte die Israelis in seinen Tweets des »Völkermords« im Gazastreifen: »Der heutige Völkermord des zionistischen Apartheidregimes ist die Fortsetzung eines extremen Unterdrückungsverhaltens, das schon seit Jahrzehnten andauert.« Israel sei nach dem Ersten Weltkrieg vom »kapitalistischen zionistischen Netzwerk« mithilfe Großbritanniens gegründet worden. »Sie ermordeten Tausende, vertrieben Scharen von Menschen in benachbarte Länder, beschlagnahmten ihre Häuser und bildeten eine Regierung im usurpierten Palästina, das sie Israel nannten«, schrieb Khamenei.

Die Vereinigten Staaten seien »der größte Unterstützer des zionistischen Regimes« und hätten »sogar den Weg für die Produktion von Atomwaffen durch das Regime geebnet«. Die Verurteilung des israelischen Kriegs gegen die Hamas im Gazastreifen durch die US-Regierung sei »eher heuchlerisch als real«. Die »mutige, humane Widerstandsfront«, deren Teil die protestierenden Studenten seien, sei als »Terrorismus« von der »globalen zionistischen Elite« verleumdet worden, welche »die meisten US-amerikanischen und europäischen Medienkonzerne besitzt oder sie durch Finanzierung und Bestechung beeinflusst«.

Die Geschichte hingegen, so fuhr er fort, »schlägt eine neue Seite auf. Das Gewissen der Menschen ist weltweit erwacht und die Wahrheit kommt ans Licht. Neben Ihnen, den Studenten von Dutzenden von Universitäten in den USA, gab es auch in anderen Ländern Aufstände von Akademikern und der allgemeinen Öffentlichkeit.«

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