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Khamenei-Berater droht mit Angriff auf Tel Aviv

Aufmarsch des iranischen Regimes in Teheran
Aufmarsch des iranischen Regimes in Teheran ( © Imago Images / NurPhoto)

Während US-Präsident Trump eine Flugzeugträgergruppe in die Region entsendet, erklärte Ali Shamkhani, dass Teheran das Zentrum von Tel Aviv angreifen werde, sollten die USA militärisch im Iran eingreifen.

Joshua Marks

Ein Vertrauter und hochrangiger Berater des Obersten Führers Ali Khamenei warnte am Mittwoch, dass jede militärische Aktion der USA den Iran dazu veranlassen würde, unverzüglich Tel Aviv anzugreifen. »Ein begrenzter Angriff ist eine Illusion«, schrieb der ehemalige Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates Ali Shamkhani auf Hebräisch. »Jede militärische Aktion Amerikas, egal aus welcher Quelle und auf welcher Ebene, wird als Beginn eines Krieges betrachtet werden, und die Reaktion wird sofort, umfassend und beispiellos sein und sich gegen den Aggressor, das Herz von Tel Aviv und alle seine Unterstützer richten.«

Die Raketenangriffe der Islamischen Republik auf Israel im April 2024, Oktober 2024 und Juni 2025 verursachten schwere Schäden an Wohnblocks und Hochhäusern in Tel Aviv und der israelischen Zentralregion und verletzten töteten Dutzende Menschen, obwohl die meisten Geschosse abgefangen wurden.

Warnung Trumps

Samkhanis Drohung gegen Israel erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem US-Präsident Donald Trump den Iran in einem Beitrag auf Truth Social warnte, dass amerikanische Truppen auf dem Weg in die Region sei, und dem Regime riet, eine Einigung über sein Atomprogramm auszuhandeln, da die Zeit ablaufe.

»Eine massive Armada ist auf dem Weg zum Iran. Sie bewegt sich schnell, mit großer Kraft, Enthusiasmus und Zielstrebigkeit. Es handelt sich um eine größere Flotte als die, die nach Venezuela entsandt wurde, angeführt vom großen Flugzeugträger Abraham Lincoln.

Wie im Fall von Venezuela ist sie bereit, willens und in der Lage, ihre Mission schnell, mit Geschwindigkeit und Gewalt, wenn nötig, zu erfüllen. Hoffentlich wird der Iran schnell ›an den Verhandlungstisch kommen‹ und ein faires und gerechtes Abkommen aushandeln – keine Atomwaffen –, das für alle Parteien gut ist. Die Zeit läuft ab, es ist wirklich von entscheidender Bedeutung.«

Trump warnte den Iran weiter, dass der nächste Angriff weitaus schlimmer ausfallen würde als die Operation Midnight Hammer, bei der die Vereinigten Staaten am 22. Juni 2025 zwölf GBU-57 Massive Ordnance Penetrator (MOP)-Bomben, auch bekannt als »Bunker Buster«, auf die Urananreicherungsanlage in Fordo und zwei auf die Atomanlage in Natanz abgeworfen hatten. Ein U-Boot feuerte außerdem dreißig Tomahawk-Raketen auf die Nuklearstandorte Natanz und Isfahan Nuclear Technology Center ab.

Der iranische Außenminister warnte, dass die Streitkräfte Teherans bereit seien, auf jeden Angriff der USA zurückzuschlagen, auch wenn er signalisierte, dass das Regime weiterhin offen für ein neues Atomabkommen sei, das es daran hindern würde, Atomwaffen zu bauen. In einem englischsprachigen Beitrag auf X Wednesday schrieb Abbas Araghchi unter bezug auf den kurzen, aber intensiven Konflikt im Juni, bei dem die meisten iranischen Raketen und Drohnen über Israel und dem Golf abgefangen worden waren.

»Unsere tapferen Streitkräfte sind bereit – mit dem Finger am Abzug – sofort und mit aller Kraft auf jede Aggression gegen unser geliebtes Land, unsere Luft und unser Meer zu reagieren Die wertvollen Lehren aus dem 12-Tage-Krieg haben es uns ermöglicht, noch stärker, schneller und entschlossener zu reagieren.

Gleichzeitig hat der Iran stets ein für beide Seiten vorteilhaftes, faires und gerechtes Atomabkommen begrüßt – auf Augenhöhe und frei von Zwang, Drohungen und Einschüchterungen –, das dem Iran das Recht auf friedliche Nukleartechnologie sichert und garantiert, dass es keine Atomwaffen gibt. Solche Waffen haben keinen Platz in unseren Sicherheitsüberlegungen, und wir haben niemals versucht, sie zu erwerben.«

Der iranische Außenminister und wiederholte damit einmal mehr die seit langem vertretene Position Teherans, dass sein Atomprogramm ausschließlich zivilen Zwecken diene.

Flugzeugträger angekommen

Am Montag teilte das Zentralkommando der US-Streitkräfte (CENTCOM) mit, dass die USS Abraham Lincoln und ihre Trägerkampfgruppe in der Region des Nahen Ostens eingetroffen seien, die CENTCOM-Verantwortung steht, »um die regionale Sicherheit und Stabilität zu fördern«.

Hochrangige israelische und saudische Beamte sind diese Woche in Washington, um dort Gesprächen mit der Trump-Regierung zu führen, während der US-Präsident mögliche Militärschläge gegen den Iran erwägt, berichtete Axios am Donnerstag. Der Chef des israelischen Militärgeheimdienstes, Generalmajor Shlomi Binder, traf sich mit hochrangigen US-Verteidigungs- und Geheimdienstbeamten, um Informationen über potenzielle iranische Ziele auszutauschen, während der saudische Verteidigungsminister Prinz Khalid bin Salman zu Treffen vor Ort war, die sich auf die Deeskalation der Lage konzentrierten.

Die Bemühungen der USA werden dadurch erschwert, dass Saudi-Arabien am Dienstag erklärte, es werde den amerikanischen Streitkräften nicht gestatten, seinen Luftraum oder sein Territorium für einen Angriff auf den Iran zu nutzen, und sich damit einer ähnlichen Haltung der Vereinigten Arabischen Emirate vom Montag anschloss. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman teilte seine Position in einem direkten Telefonat mit dem iranischen Präsidenten Masoud Peseschkian mit.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu sprach am Dienstag seine eigene Warnung aus, als er sagte: »Wenn der Iran den schweren Fehler begeht, Israel anzugreifen, werden wir mit einer Gewalt reagieren, die der Iran noch nicht gesehen hat.«

Am 5. Januar warnte Trump das islamische Regime, dass es »sehr hart getroffen« werde, wenn es anfange, Demonstranten zu töten. Das von den Ayatollahs geführte Regime in Teheran geht seit Ende Dezember mit aller Härte gegen Massenproteste vor, die sich über das ganze Land ausgebreitet haben. Internationale Menschenrechtsorganisationen schätzen die Zahl der Toten auf Tausende, einige Schätzungen gehen sogar von mindestens zu 30.000 aus. Eine vom Regime verhängte Internetsperre macht es schwierig, diese Zahlen zu bestätigen.

Nach den aktuellen Angaben der US-amerikanischen Human Rights Activists News Agency (HRANA) vom Mittwoch wurden bei den Unruhen, die am 28. Dezember begannen, bestätigter Weise mindestens 6.373 Menschen getötet, darunter 5.993 Demonstranten, 113 Kinder unter 18 Jahren, 214 Angehörige der Regierungstruppen und 53 Nicht-Demonstranten. Weitere 17.091 Todesfälle werden derzeit überprüft. Darüber hinaus wurden offiziell 11.018 Menschen schwer verletzt, während das Regime während der Proteste offizielle 42.486 Menschen festgenommen hat.

Der Text erschien auf Englisch zuerst beim Jewish News Syndicate. (Übersetzung von Alexander Gruber.)

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