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Katar: Baurbeiter für Fußball-WM bleiben ohne Lohn

Baustelle des Al-Bayt-Stadium in Katar
Baustelle des Al-Bayt-Stadium in Katar (Quelle: Codas / CC BY-SA 4.0)

Das „Kafala“-System liefert die ausländischen Arbeiter ihrem Arbeitgeber aus und leistet Missbrauch und Ausbeutung Vorschub.

Al-Monitor

Eine Gruppe jener Wanderarbeiter, die das WM-Stadion 2022 in Katar errichtet haben, arbeitete bis zu sieben Monate lang ohne Bezahlung, berichtete Amnesty International am Mittwoch. Etwa 100 Angestellte des Subunternehmers Qatar Meta Coats warten immer noch darauf, für ihre Arbeit am Al-Bayt-Stadion bezahlt zu werden. Unter den Arbeitern, die unter den Gehaltsverzögerungen zu leiden haben, befanden sich laut Amnesty International Staatsangehörige aus Ghana, Kenia, Nepal und den Philippinen. 

Amnesty International sagte, dass einige Beschäftigte inzwischen einen Teil ihrer einbehaltenen Löhne erhalten haben, nachdem die Anschuldigung bei den katarischen Behörden, den Organisatoren der Weltmeisterschaft und dem Fußballverband FIFA vorgebracht worden sind. (…)

Es ist nicht das erste Mal, dass die Organisatoren des Fußballturniers wegen ihrer Behandlung von Wanderarbeitern, die die Mehrheit der Bevölkerung Katars ausmachen, in die Kritik geraten. Menschenrechtsgruppen sagen, dass mehr als 1.000 Stadionarbeiter aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen bei der Arbeit gestorben sind. Katar hat seit dem Baubeginn vor sechs Jahren nur 34 Todesfälle anerkannt.

Seitdem der Golfstaat den Zuschlag für die Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2010 erhalten hat, stimmte er zwar einigen Reformen im Arbeitsrecht zu, darunter die Abschaffung der Verpflichtung für die meisten Migranten, vor ihrer Ausreise die Erlaubnis ihrer Arbeitgeber einzuholen. Doch Gruppen wie Human Rights Watch sagen, dass Arbeitsmigranten aufgrund des „Kafala“-Systems, das die Arbeiter an ihre katarischen Sponsoren bindet, weiterhin Missbrauch ausgesetzt sind. Die Arbeiter müssen ihre Arebitgeber nach wie vor 72 Stunden im Voraus über ihre Ausreise aus dem Land informieren.

Qatar’s World Cup organizers accused of not paying migrant workers

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