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Kalifornien: Cousin einer Hamas-Geisel geschlagen

Polizeiwagen auf dem Pier von Santa Monica
Polizeiwagen auf dem Pier von Santa Monica (© Imago Images / Depositphotos)

Ariel Marciano, Cousin einer ermordeten Gaza-Geisel, wurde in Santa Monica von pro-palästinensischen Demonstranten angegriffen, weil er Hebräisch sprach.

Eine Gruppe von etwa zwanzig pro-palästinensischen Demonstranten griff kürzlich einen Mann an, der am Santa Monica Pier Hebräisch sprach. Ariel Yaakov Marciano, der Cousin der ermordeten Hamas-Geisel Guy Illouz, dessen Leiche sich weiterhin in den Händen der Terrorgruppe im Gazastreifen befindet, beschrieb den Vorfall gegenüber dem Jewish Journal, einem Medium der jüdischen Gemeinde im Großraum Los Angeles, in dem Santa Monica liegt.

Schläge und Pfefferspray

Marciano erzählte, anlässlich der Bar Mitzwa eines Cousins in Los Angeles zu Besuch gewesen zu sein, als er die Demonstranten bemerkte. Er trug eine Davidstern-Halskette und unterhielt sich mit einem befreundeten Israeli aus Las Vegas auf Hebräisch, woraufhin »sie [die Demonstranten, Anm.] erkannten, dass wir Israelis waren. In diesem Moment griffen sie mich an. Einer von ihnen schlug mir auf den Hinterkopf, sodass ich zu bluten begann. Andere stießen mich herum und rissen mir die Halskette vom Hals. Ich stieß einen der maskierten Angreifer weg, woraufhin sie sich alle auf mich stürzten.«

Zusätzlich wurde er auf dem Weg zur Polizeistation, während er »Gott segne Israel« rief, von einem der Demonstranten mit Pfefferspray besprüht. Die Polizei habe »nichts unternommen, aber ich kann ihnen keinen Vorwurf machen«, da es »zu viele Demonstranten waren und die Polizei gegen so viele nicht viel ausrichten kann«. Einer der Teilnehmer richtete ein Messer gegen ihn und sagte: »Du hast Glück, dass ich dich nicht ersteche.«

Abschließend erklärte Marciano, auch in Zukunft nicht die Absicht zu haben, seine jüdische Identität zu verbergen, da er seit dem 7. Oktober 2023 einen Cousin und einen weiteren schon während der Operation Protective Edge im Sommer 2014 verloren habe. Er erzählte auch, dass er etwa drei Stunden nach dem Übergriff, bei dem ihm die Davidstern-Kette vom Hals gerissen wurde, in einem Restaurant saß, in dem ein chinesischer Mann auf ihn zukam und ihm seine Kette wiedergab.

Eskalation des Antisemitismus

Die Polizei von Santa Monica veröffentlichte kurz nach dem Vorfall eine Erklärung, in der sie sich »zutiefst beunruhigt über einen Akt der Gewalt« zeigte, »bei dem ein Mann aufgrund seiner religiösen Identität umzingelt, angegriffen und herausgegriffen wurde«. Sie untersuche den Vorfall als Hassverbrechen und verurteile alle Formen von Hass und Antisemitismus. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, die Ermittler würden Videoaufnahmen auswerten und Hinweisen nachgehen.

Auch die kalifornische Sektion der Anti-Defamation League (ADL) verurteilte den Vorfall. »In Amerika ist Gewalt gegen Israelis und Juden abscheulich und ein Hassverbrechen«, so der Interim-Regionaldirektor der ADL in Los Angeles, Peter Levi. »Wir erleben eine bedauerliche Eskalation des Antisemitismus in ganz Südkalifornien, welche die sofortige Aufmerksamkeit der Strafverfolgungsbehörden, Gemeindevorsteher und gewählten Beamten erfordert. Wir rufen alle dazu auf, sich gegen die Gewalt und Einschüchterung unserer Gemeinschaft zu wehren.«

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