Der Außenminister der mit dem Iran verbündeten Huthi bestätigte, dass inhaftierte UNO-Mitarbeiter im Jemen wegen des Vorwurfs der Zusammenarbeit mit Israel vor Gericht stehen.
Einige Dutzend Mitarbeiter der Vereinten Nationen, die von den Huthi im Jemen festgenommen wurden, werden wegen angeblicher Verbindungen zu den israelischen Luftangriffen im August, bei denen die politische Führung der Terrororganisation eliminiert wurde, vor Gericht gestellt, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters am vergangenen Freitag.
»Die Maßnahmen der Sicherheitsbehörden wurden unter vollständiger gerichtlicher Aufsicht durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft wurde Schritt für Schritt über jede Maßnahme informiert«, sagte der amtierende Huthi-Außenminister Abdulwahid Abu Ras im Interview: »Sofern die Staatsanwaltschaft informiert ist, ist es daher sicher, dass dieser Prozess seinem Ende entgegengeht und zu Gerichtsverfahren und der Verkündung von Urteilen führen wird.«
Nach dem israelischen Angriff wurden 36 UN-Mitarbeiter festgenommen, wobei unklar ist, wie viele von ihnen vor Gericht gestellt werden. Insgesamt befinden sich derzeit mindesten 59 in Haft der Huthi. Laut der staatlichen Tageszeitung The National der Vereinigten Arabischen Emirate stehen 43 UN-Mitarbeiter vor Gericht, von denen die meisten Jemeniten sind.
Der Huthi-Außenminister beschuldigte darüber hinaus das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP), am Angriff Israels am 28. August beteiligt gewesen zu sein, was die internationale Organisation jedoch bestreitet. Bei einer Verurteilung könnten die UN-Mitarbeiter hingerichtet werden.
UNO protestiert
Die Vereinten Nationen »fordern die sofortige Freilassung aller unserer UN-Kollegen, die willkürlich inhaftiert wurden, sowie der Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen und internationalen diplomatischen Vertretungen«, sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric laut The National vor Journalisten in New York. »Wir werden weiterhin mit den Huthi, den de-facto-Behörden in Sanaa sowie den Mitgliedstaaten und Partnern zusammenarbeiten, um uns weiterhin für die Freilassung unserer Kollegen einzusetzen.«
Die UNO verteilt humanitäre Hilfe in dem vom Krieg zerrütteten Land, auf die etwa siebzig Prozent der Bevölkerung angewiesen sind.
Die vom Iran unterstützten Huthi schlossen sich nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 dem Krieg der Hamas gegen Israel an. Die jemenitische Terrororganisation begann aus Solidarität mit den Palästinensern, Raketen auf den jüdischen Staat abzufeuern. Darüber hinaus startete sie eine Terrorwelle gegen Schiffe im Roten Meer, was zu erheblichen Störungen der maritimen Lieferketten zur Folge hatte. Israel führte als Vergeltungsmaßnahme mehrere Luftangriffe gegen die jemenitischen Rebellen durch, darunter den Angriff im August, bei dem viele führende Persönlichkeiten der Huthi-Regierung getötet wurden.






