
„Der Direktor des Mossad Yossi Cohen und der Stabschef der Israelischen Verteidigungskräfte Generalleutnant Gadi Eisenkot nahmen am Dienstag bezüglich der größten Bedrohung, der sich Israel ausgesetzt sieht, gegensätzliche Standpunkte ein. Während Cohen auf den Iran verwies, bezog sich Eisenkot auf die Hisbollah. ‚Solange das gegenwärtige Regime an der Macht ist, wird der Iran, ob mit oder ohne Atomabkommen, die größte Bedrohung für Israel darstellen’, erklärte Cohen auf einer Konferenz zu Ehren des ehemaligen Mossad-Chefs Meir Dagan an der Universität Netanya. Er fügte hinzu, der Iran habe sein Streben nach der Atombombe nicht aufgegeben. Die zweitgrößte Bedrohung stellten die Hisbollah, die Hamas und der Terrorismus im Allgemeinen dar. (…)
Eisenkot erwähnte den Iran zwar am Ende einer langen Liste von Bedrohungen, bezog sich aber in erster Linie auf die Hisbollah und das Assad-Regime. Hierin deckten sich seine Bemerkungen mit den Erklärungen einiger führender Vertreter der Israelischen Verteidigunskräfte, denen zufolge die Hisbollah gegenwärtig eine größere Bedrohung darstelle als der Iran. Eisenkot erklärte auf der Konferenz am Dienstag, es werde der Armee auch weiterhin darum gehen zu verhindern, dass hochentwickelte Waffensysteme in die falschen Hände geraten. Er machte diese Bemerkungen wenige Tage, nachdem die syrische Luftabwehr während eines israelischen Luftangriffs auf Waffenlieferungen an die Hisbollah in der Nähe von Palmyra israelische Kampfflieger beschoss.“ (Yonah Jeremy Bob: „What threatens Israel the most – Hezbollah rockets or Iranian nukes?“)