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Israels Geheimdienst lässt iranische Terrorzelle in Jerusalem auffliegen

Ein israelischer Grenzpolizist auf Patrouille in der Altstadt von Jerusalem
Ein israelischer Grenzpolizist auf Patrouille in der Altstadt von Jerusalem (Quelle: JNS)

Eine gemeinsame Einheit der iranischen Quds-Brigaden und der libanesischen Hisbollah versucht, Agenten in Israel und der Westbank für Terroranschläge zu rekrutieren.

Der Shin Bet machte am Donnerstag Erkenntnisse über die gemeinsame Anstrengung von iranischer Quds Force und libanesischer Hisbollah, israelische und palästinensische Zivilisten für terroristische Aktivitäten in Israel zu rekrutieren. In der Erklärung hieß es, das Rekrutierungsnetzwerk wurde durch eine gemeinsame Untersuchung des Shin Bet, der Untersuchungseinheit Lahav 433 der israelischen Polizei und anderer Sicherheitsbehörden aufgedeckt.

Laut Shin Bet wurde im August Yasmin Jaber, eine Bewohnerin der Jerusalemer Altstadt, die in der Nationalbibliothek arbeitet, wegen des Verdachts, von der Hisbollah rekrutiert worden zu sein zur Befragung verhaftet. Auch mehrere Bekannte Jabers wurden in Gewahrsam genommen, darunter Tasnim al-Qadi, ein Einwohner aus Ramallah, der in den letzten Jahren in der Türkei gelebt hatte.

Konferenzen zur Terroristenrekrutierung

Die Untersuchung ergab, dass die Hisbollah im Libanon Konferenzen für junge Palästinenser organisiert, mit dem ausdrücklichen Ziel potenzielle Rekruten aus Israel und der Westabnk zu anzuwerben. Jaber wurde auf einer solchen Konferenz im Libanon im Jahr 2015 als potenzielle Rekrut ausgemacht. Dem Shin Bet zufolge erhielt sie den Codenamen „Racheel“, die arabische Form von „Rachel“.

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Bei einem anschließenden Besuch im Libanon im Jahr 2016 brachten Attaya Abu Samhadna und Muhammad al-Hajj Musa, bekannte Agenten der gemeinsamen Terroreinheit von iranischer Quds Force und libanesischer Hisbollah, sie mit einer hochrangigen Persönlichkeit dieser Einheit in Verbindung, die als „Fares Awda“ bekannt iat. Dem Shin Bet zufolge ist „Fares Awda“ der Spitzname von Jaafar Kabisi, von dem bekannt ist, dass er an Versuchen beteiligt war, in Israel und der Westbank Agenten zu rekrutieren.

Jaber hielt den Kontakt zu ihren Hisbollah-Betreibern über verschlüsselte Nachrichten in sozialen Medien (wie Facebook und Instagram) aufrecht. Im Rahmen ihrer Aktivitäten für die Hisbollah reiste Jaber zu Treffen in die Türkei, bei denen sie Anweisungen von Rand Wahba, Codename „Wafaa“, einem Hisbollah-Agenten der gemeinsamen Terroreinheit, erhielt.

Bevorzugt Frauen

Bei diesen Treffen erfuhr Jaber klar, dass ihre Aufgabe darin bestand, weitere Agenten in Israel zu rekrutieren, die eine Terrorzelle unter ihrem Kommando bilden sollten. Sie wurde angewiesen, ihre Bemühungen auf die Rekrutierung von israelischen Arabern – insbesondere Frauen, da diese in Israel größere Bewegungsfreiheit genießen – zu konzentrieren.

Während ihres Verhörs gestand Jabers Freundin Tasnim al-Qadi, dass auch sie bei einer Konferenz im Libanon im Jahr 2015 Mitglieder der gemeinsamen Terroreinheit getroffen hatte und seitdem mit ihnen in Kontakt geblieben war. Al-Qadi diente der Einheit als Verbindungsfrau zu Jaber, wobei sie geheime Kommunikationskanäle der Terroreinheit nutzte, um die Aufdeckung ihrer Aktivitäten durch Israel zu verhindern. Auch erhielt sie Geld von ihren Verbindungsleuten im Libanon.

Die Ermittler fanden heraus, dass sich auch al-Qadi 2018 mit dem Hisbollah-Agenten Rand Wahba getroffen und dessen Angebot angenommen hatte, sie mit Hisbollah-Agenten im Libanon in Kontakt zu bringen. Jaber und al-Qadi werden in den kommenden Tagen wegen Sicherheitsvergehen angeklagt werden.

Eine hochrangige Quelle von Shin Bet bezeichnete die Untersuchung als „einen weiteren Schritt in den Antiterror-Bemühungen, die im vergangenen Jahr gegen die Quds Force und die Versuche der Hisbollah, unternommen wurden, israelische Araber zu rekrutieren. Der Shin Bet wird zusammen mit seinen Partnern im Verteidigungsestablishment weiterhin entschlossen daran arbeiten, alle Terror- und Spionageaktivitäten des Iran und der Hisbollah zu vereiteln, einschließlich derjenigen, die ihren Ursprung in der der Türkei haben, und alle Agenten in Israel und der Westbank zu enttarnen.“

(Der Artikel „Shin Bet reveals Iranian-Hezbollah terror recruitment network in Israel“ ist zuerst beim Jewish News Syndicate erschienen. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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