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Israelische Geisel zu Tode gefoltert

Begräbnis von Itzhak Elgarat im März 2025. Er wurde in Geiselhaft der Hamas zu Tode gefoltert. (© imago images/Middle East Images)
Begräbnis von Itzhak Elgarat im März 2025. Er wurde in Geiselhaft der Hamas zu Tode gefoltert. (© imago images/Middle East Images)

Nach eineinhalb Jahren Geiselhaft übergab die Hamas den Leichnam von Itzhak Elgarat an Israel. Die Autopsie belegt, dass der Entführte zu Tode gefoltert wurde.

Unter Verweis auf einen Autopsiebericht erklärte Danny Elgarat am Donnerstag, sein von der Hamas am 7. Oktober 2023 in den Gazastreifen verschleppter Bruder Itzhak sei nicht wie bisher angenommen an einem Herzinfarkt gestorben, sondern von seinen Peinigern zu Tode gefoltert worden.

Der damals 68-Jährige befand sich in seinem Haus im Kibbuz Nir Oz, als die rund vierhundert Einwohner zählende Ortschaft von Hamas-Terroristen überfallen wurde. Insgesamt wurden 47 Menschen, davon sechs Besucher des Kibbuz, ermordet und 76 in den Gazastreifen verschleppt.

Am Tag des Überfalls telefonierte Danny Elgarat mit seinem Bruder, der ihm erzählte, schwer verletzt worden zu sein, als Terroristen ihn durch die Tür des Sicherheitsraums angeschossen hatten. Während des Gesprächs »hörte ich laute Schreie auf Arabisch«. Als Verwandte später zu Itzhaks Haus kamen, war dieser verschwunden.

Itzhaks Telefon konnte an diesem Tag noch zwei Mal geortet werden: »Um zwölf Uhr wurde es beim Grenzzaun geortet, um sechzehn Uhr befand es sich bereits im Zentrum von Gaza. Die Armee teilte uns offiziell mit, dass er entführt worden sei.«

Einige im Laufe der Zeit freigekommene Geiseln hatten noch berichtet, Itzhak verletzt, aber lebend gesehen zu haben. Er soll noch bis mindestens Januar letzten Jahres am Leben gewesen sein, doch im heurigen Februar wurde nur noch sein Leichnam übergeben.

Schuldig am Tod

Nach der Autopsie stehe laut Danny Elgarat fest, dass »Itzhak nicht an einem Herzinfarkt gestorben [ist]«, sondern »während eines Verhörs zu Tode gefoltert« wurde. Sein Körper wies zahlreiche gebrochene Rippen auf, verursacht »durch Druck von außen auf den Brustkorb«; auch waren eine Zehe und die Nase gebrochen. Zwar konnte die Todesursache nicht mit Bestimmtheit festgestellt werden, sehr wohl aber, dass die Verletzungen so schwerwiegend waren, dass sie zum Tod des Entführten geführt haben.

Danny Elgarat ist seit dem 7. Oktober 2023 zu einem lautstarken Kritiker des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu geworden, den er letztlich für den Tod seines Bruders und aller anderen Opfer des Überfalls der Hamas auf Israel verantwortlich macht. Netanjahu habe die Geiseln im Stich gelassen und damit das Grab für seinen Bruder geschaufelt. »Die Verantwortung ist klar, das Versagen ist klar«, so sein bitteres Resümee.

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