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Israelfeindliche Postings: Kritik an Twitters neuer Nahost-Kuratorin

Fadah Jassem soll Twitters neue Kuratorin für die MENA-Region werden
Fadah Jassem soll Twitters neue Kuratorin für die MENA-Region werden (Quelle: Twitter, © Imago Images / NurPhoto)

Die in London ansässige Fadah Jassem wird u.a. dafür kritisiert, dass sie den antisemitischen Führer der Nation of Islam, Louis Farrakhan, unterstützt hat.

Dmitrij Shapiro

Twitters neue „redaktionelle Leiterin“ für Nachrichten aus dem Nahen Osten und Nordafrika (MENA) wird von israelsolidarischen Organisationen kritisiert, die auf ihre israelfeindliche Voreingenommenheit hinweisen.

Fadah Jassem, eine in London ansässige ehemalige Fernsehproduzentin und Redakteurin, machte am Montag ihre Ernennung für die Position öffentlich, die für die Kuratierung der auf der Twitter-Plattform angezeigten Nachrichten verantwortlich ist. So twitterte sie auf ihrem jetzt privaten Twitter-Account.

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„Um die Katze aus dem Sack zu lassen: Ich freue mich sehr, heute meine Stelle als Editorial Curation Lead für die MENA-Region bei Twitter anzutreten. Ich freue mich sehr darauf, mich einzubringen und die wichtigen Diskussionen in dieser vielfältigen und lebendigen Region zu vertiefen!“

Dem Text ihres Tweets ließ sie 17 Flaggensymbole aus der Region folgen, wobei sie die Flagge Israels ausließ.

Diese Auslassung wurde von israelsolidarischen Organisationen wie Israel War Room kritisiert, das noch am Montag twitterte:

„Hey, Twitter, warum hat Eure neue MENA Editorial Curation Lead Israel nicht neben seinen Nachbarn im Nahen Osten aufgeführt? Das ist entweder eine erbärmliche Ignoranz gegenüber dem Gebiet, über das Fadah Jassem berichten soll, oder eine antisemitische Auslöschung des einzigen jüdischen Staates.“

Weitere Nachforschungen in Jassems Twitter-Chronik durch Gnasher Jew förderten weitere antiisraelische Tweets zutage, darunter einen aus dem Jahr 2010, in dem Jassem schrieb, Israel sei „nicht geboren“, sondern „wie eine Bombe mitten in Palästina abgeworfen worden“.

Sie twitterte auch Zitate des antisemitischen Führers der Nation of Islam (NOI), Louis Farrakhan, in dem dieser kritisierte, dass Steuergelder für Auslandshilfen an Israel ausgegeben werden. Dabei nannte Jassem den NOI-Führer ein „großartiges Beispiel für einen Glauben, der Grenzen überschreitet.“

Rabbi Abraham Cooper vom Simon Wiesenthal Center schrieb in einer Pressemitteilung vom Dienstag:

„Nein Twitter, eine Person, die Israel von der Landkarte radiert, kann nicht Euer Gatekeeper für den Nahen Osten sein. Was kommt als Nächstes? Der langjährige Twitter-Nutzer Ayatollah Khamenei als Vorstand Eures Social-Media-Dienstes? Twitter ermuntert jeden Antisemiten, indem es diese Fanatikerin [Jassem] dazu ernennt, Nachrichten aus dem Nahen Osten zensieren zu dürfen.“

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Profil auf privat gestellt

Bevor sie ihr Profil auf privat umstellte, entschuldigte sich Jassem für das Weglassen der israelischen Flagge, nachdem ihr Empörung von Twitter-Nutzern entgegengeschlagen war. Sie postete einen weiteren Tweet, der die Flaggen von Israel, der Türkei und Dschibuti zeigt, und erklärte, dass sie nicht in der Lage sei, eine Flagge des Oman zu finden.

Darüber hinaus antwortete sie dem Analysten Emanuel Milleredia von HonestReporting, der sie auf ihre israelfeindlichen Tweets angesprochen hatte-

„Ich sehe ein, dass ich in jüngeren Jahren bei einigen Tweets schlecht informiert war. Ich entschuldige mich für jede Beleidigung, die durch diese Tweets verursacht wurde. Und ich entschuldige mich, wie ich schon sagte, dafür dass ich – neben anderen – die israelische Flagge vergessen habe, als ich mich auf MENA bezog.“

Als Kuratorin würde Jassem selbst keine Inhalte erstellen, sondern auswählen, welche Inhalte Twitter auf seiner Plattform veröffentlicht. Bezugnehmend auf diese Funktion schrieb Jassem noch, bevor sie ihr Konto auf privat stellte:

„Was für ein faszinierender Tag. Danke für die netten Nachrichten, die ich heute erhalten habe, und für die Unterstützung gegen die Trollerei. Mir wurde geraten, mein Profil auf privat zu stellen, was ich jetzt tue. Es ist nicht einfach, wenn einem schreckliche Anschuldigungen entgegengeschleudert werden, aber es ist immer besser, sie zu ignorieren – wie verlockend es auch sein möge, auf sie zu reagieren.“

(Der Artikel Twitter’s new Mideast, North Africa news curator under fire for anti-Israel tweets“ ist zuerst beim Jewish News Syndicate erschienen. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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