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Israel will Autonomiebehörde bei der Impfung aller Palästinenser helfen

Mitarbeiter des israelischen „Roten Davidstern“ impft einen Palästinenser am Qalandiya-Grenzübergang (© Imago Mitarbeiterin des israelischen „Roten Davidstern“ impft eine Palästinenserin am Qalandiya-Grenzübergang / UPI Photo)
Mitarbeiterin des israelischen „Roten Davidstern“ impft eine Palästinenserin am Qalandiya-Grenzübergang (© Imago Images / UPI Photo)

Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums erklärt, Israel habe immer geplant, bei der Impfung der Palästinenser zu helfen, sobald die Immunisierung seiner eigenen Bürger abgeschlossen ist.

Tovah Lazaroff / Maayan Jaffe-Hoffman / Khaled Abu Toameh, Jerusalem Post

Wie die Jerusalem Post erfahren hat, plant Israel, die Impfung der gesamten palästinensischen Bevölkerung im Alter von über 16 zu priorisieren, sobald es seine eigenen Bürger geimpft und überschüssige Impfdosen erhalten hat. Israel teilte der Palästinensische Autonomiebehörde gleich zu Beginn mit, dass sie überschüssige Impfstoffe erhalten wird, dass Israels Priorität aber zuerst in der Impfung seiner eigenen Bürger besteht. Der Zeitplan für den Erhalt dieser überschüssigen Impfstoffe ist noch unklar.

Israel ist international unter Beschuss geraten, und ihm wurde vorgeworfen, die Palästinenser nicht zu impfen, wobei es sich damit verteidigt hat, dass die Palästinensische Autonomiebehörde für die Gesundheitsversorgung der eigenen Bevölkerung verantwortlich ist.

Israels Gesundheitsministerium habe jedoch zugleich immer auch Pläne gehabt, so viele Palästinenser wie möglich zu impfen, sobald die Kampagne zum Schutz seiner eigenen Bürger abgeschlossen ist, erklärte ein ehemaliger Beamter des Ministeriums der Jerusalem Post. Dies helfe, grenzüberschreitende Ansteckungen und die Ausbreitung neuer Mutationen zu verhindern, fügte der Beamte hinzu.

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Der ehemalige Beamte sagte, dass Israel plant, seinen Vorrat an Moderna-Impfstoffen zu verwenden, um dieses Ziel zu erreichen. Fachleute des Gesundheitsministeriums sind sich fast einstimmig einig, dass es sowohl eine epidemiologische als auch eine humanitäre Verpflichtung gibt, die Palästinenser zu impfen, erklärte er abschließend.

Israel hat sechs Millionen Dosen Moderna bestellt, genug, um drei Millionen Menschen zu impfen, aber es ist noch unklar, wann diese Lieferung eintreffen wird. Etwa 300.000 Dosen davon sind bislang geliefert worden und weitere 700.000 werden im April erwartet. (…)

Israel hat die Palästinenser mit 5.000 Dosen Moderna-Impfstoff zu versorgt, damit die medizinischen Mitarbeiter geimpft werden können, wovon etwa 2.000 bereits geliefert worden sind. Zusätzlich hat es sich verpflichtet, ab Sonntag rund 120.000 Palästinenser zu impfen, die in Israel und in den Siedlungen im Westjordanland arbeiten.

Im Gegensatz zu Israel kämpft die Palästinensische Autonomiebehörde noch immer mit dem Abschluss von Kaufverträgen, und die dafür gespendeten Gelder sind größtenteils noch nicht eingetroffen, darunter eine 20-Millionen-Euro-Zusage der Europäischen Union. Die Palästinensische Autonomiebehörde hat Verträge für 100.000 Dosen des russischen Sputnik V und zwei Millionen von AstraZeneca unterzeichnet.

PA-Ministerpräsident Mohammad Shtayyeh sagte am vergangenen Wochenende, dass die PA Impfstoffe im Wert von 10 Millionen Dollar von einer Reihe von Quellen gekauft habe, aber er nannte die Firmen nicht.

(Aus dem Artikel „Israel to prioritize vaccinating all Palestinians with its surplus doses“, der in der Jerusalem Post erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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