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Israel und Corona: Eine Reise (fast) in die Zukunft Europas

Info zu Corona-Bestimmung am Flughafen in Tel Aviv
Info zu Corona-Bestimmung am Flughafen in Tel Aviv (© Imago Images / UPI Photo)

Wie ich es schaffte, in Coronazeiten nach Israel einzureisen.

Israel ist bekanntlich ein Land, dass sehr rasch mit Corona-Impfungen begonnen und schon seit Wochen einen Grünen Pass eingeführt hat, der nahezu unbegrenzte Bewegungsfreiheit erlaubt. Die Maskenpflicht im Freien wurde abgeschafft, die tägliche Infektionszahl liegt um die Hundert, und es gibt Tage ohne einen einzigen Todesfall. Genügend Impfstoffe für eine dritte Impfrunde wurden bereits eingekauft.

Ausländer dürfen jedoch immer noch nur in Ausnahmefällen wie Todesfällen von Angehörigen oder Einladung durch offizielle Stellen einreisen. Ein Komitee entscheidet über die Ansuchen.

Meine im wahrsten Sinne bessere Hälfte ist Israelin, wurde in Österreich geimpft, und kann deswegen ohne Problem nach Israel einreisen, wenn sie sich in die vorgeschriebene Quarantäne begibt. Da sie jedoch nicht allein reisen wollte, drängte sie mich, ein Ansuchen als Coronagenesener zu stellen, damit ich sie begleiten kann. Beide hatten wir ärztliche Bestätigungen über die Existenz von Antikörpern.

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Also fragte ich in der israelischen Botschaft an. Eine Standardmail mit Ersuchen um Heiratsurkunde und Impfnachweis folgte. Alles wurde geliefert. Nach Urgenz nahm sich ein für israelische Verhältnisse extrem freundlicher Mitarbeiter unserer Sache an. Nicht erst nach den versprochenen drei Tagen, sondern bereits am folgenden kam eine offizielle Bestätigung aus Jerusalem.

Also Tickets kaufen, nochmals PCR-Test machen und sich 24 Stunden vor Abreise übers Internet anmelden. In Schwechat zweimaliger Sicherheitscheck. Nach 3,5 Stunden Flug dann elektronische Passkontrolle, doppelter Check vom Gesundheitsministerium und wieder PCR-Test, weniger unangenehm ausgeführt als in Wien, man merkte die Routine. Nach 8 Stunden Wartezeit dann die Abfrage mit Code im Internet, natürlich negativ. Nochmaliger Check nach 3 Tagen zum Freitesten aus der Quarantäne.

Allerdings ist für mich noch kein grüner Pass zum Besuch von Restaurants, Synagogen etc. vorgesehen. Das werde ich auch noch schaffen. Die Stimmung in Israel ist gedrückt wegen des Unglücks in Meron, viele Geschäfte sind weiter geschlossen und wenig Leute unterwegs.

Alles in allem war es einfacher als erwartet. Für Anfang Juni besteht dann für Gruppen die Möglichkeit einzureisen, ab Juli für Einzelpersonen. Beides könnte allerdings auch schon früher kommen und Israel ist mit Österreich, Zypern und Griechenland im Gespräch bezüglich wechselseitiger Anerkennung des Grünen Passes … dann würde man auch ohne Heirat nach Israel kommen können.

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