Nach Gesprächen in Paris einigten sich die drei Staaten darauf, unter der Leitung der USA eine spezielle Kommunikationszelle für Informationsaustausch und Deeskalation einzurichten.
Israel, Syrien und die Vereinigten Staaten kündigten einen »gemeinsamen Fusionsmechanismus« für die Sicherheitszusammenarbeit an. Nach Gesprächen in Paris einigten sich die drei Staaten am Dienstag darauf, unter der Leitung der USA eine »spezielle Kommunikationszelle« für »Informationsaustausch, militärische Deeskalation, diplomatisches Engagement und kommerzielle Möglichkeiten« einzurichten.
»Nach einer mehrmonatigen Pause sei es gelungen den »diplomatischen Dialog zwischen Israel und Syrien mit amerikanischer Unterstützung und Rückendeckung wieder aufzunehmen«, erklärte das Büro des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu. »Es wurde vereinbart, den Dialog fortzusetzen, um gemeinsame Ziele voranzubringen und die Sicherheit der drusischen Minderheit in Syrien zu gewährleisten.«
Der am Dienstag angekündigte Kommunikationskanal ist der bedeutendste formelle Schritt, den Israel und Syrien in Richtung einer Zusammenarbeit unternommen haben, seit Ahmed al-Sharaa Ende 2024 die Macht übernommen hat, was eine monatelange Skepsis israelischer Beamter hinsichtlich seiner Eignung als potenzieller Sicherheitspartner auslöste.
US-Interesse
Israel und Syrien unterhalten keine formellen diplomatischen Beziehungen, was die Spannungen zwischen Jerusalem und der neuen Regierung in Damaskus wegen der Kämpfe im Süden Syriens, welche die drusische Gemeinschaft in diesem Gebiet bedrohen, verschärft hat. Israel hat wiederholt grenzüberschreitende Angriffe im Süden Syriens durchgeführt, um bewaffnete Gruppen an der Grenze zu bekämpfen und die Drusen zu unterstützen, die auch eine große Gemeinde innerhalb Israels besitzen, wo sie eine der Minderheiten stellen. Seit dem Sturz von Baschar al-Assad hat Israel auch Teile des südlichen Syrien als Sicherheitspufferzone besetzt.
Die Trump-Regierung ist sehr daran interessiert, die Regierung des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa zu unterstützen, der 2024 das Assad-Regime gestürzt hat, und hat deshalb viele der Sanktionen aufgehoben, die während des Bürgerkriegs gegen das Land verhängt worden waren. »Ich bin sicher, dass Israel und er sich gut verstehen werden«, sagte US-Präsident Donald Trump während des Besuchs des israelischen Premierministers in den USA im Dezember über al-Sharaa und Netanjahu: »Ich werde versuchen, dafür zu sorgen, dass sie sich gut verstehen.«






