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Israel steht still: Dieses Jahr nicht nur, um der Kriegs-Opfer zu gedenken

Dieses Jahr wurden besondere Maßnahmen für den Gedenktag und den Unabhägigkeitstag in Israel ergriffen
Dieses Jahr wurden besondere Maßnahmen für den Gedenktag und den Unabhägigkeitstag in Israel ergriffen (© Imago Images / ZUMA Wire)

Um eine stärkere Verbreitung des Coronavirus an den kommenden Feiertagen vorzubeugen, werden wieder strengere Maßnahmen ergriffen.

Israel wird nächste Woche unter einen weiteren Lockdown gesetzt. Seit letztem Sonntag hatten sich die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus in Israel gelockert. Ein paar kleinere Geschäfte haben geöffnet, einige Arbeiter sind an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt und Israelis dürfen sich für sportliche Aktivitäten 500m statt 100m von ihrem Wohnsitz fortbewegen.

Um eine starke Verbreitung des Virus an den kommenden Feiertagen (dem Gedenktag für die Kriegs- und Terroropfer und dem Unabhängigkeitstag Yom Ha’Atzma’ut) vorzubeugen, werden wieder strengere Maßnahmen ergriffen.

Bereits am Holocaust-Gedenktag letzten Dienstag fanden die jährlich abgehaltenen Zeremonien und Gedenkveranstaltungen online statt. Um 10 Uhr morgens ertönt jedes Jahr eine zwei-minütige Sirene und versetzt das Land in Stillstand. Es wird aufgerufen, der kollektiven Vergangenheit zu gedenken. Geschäfte und Lokale haben an diesem Tag geschlossen.

Dieses Jahr sind sie bereits seit über einem Monat zu. Es sind kaum Menschen auf der Straße, kaum Autos unterwegs. Die Menschen erstarren dieses Jahr in ihren Küchen, Wohnzimmern oder auf den Balkonen. Öffentlich ist kaum ein Unterschied zu einem gewöhnlichen Tag seit COVID-19 festzustellen.

Feierlichkeiten abgesagt

Am Mittwoch wurde der Entschluss der Regierung verlautbart. Es kommt zu einem weiteren Lockdown in Israel. Den Bewohnern ist es am Gedenktag für die Kriegs- und Terroropfer nicht erlaubt, das Haus zu verlassen, um Friedhöfe und Gedenkstätte der gefallenen IDF Soldaten zu besuchen.

Es wird dazu aufgerufen, zu Hause eine Kerze für die Terroropfer anzuzünden. Am darauffolgenden Unabhängigkeitstag – kommender Dienstag (28.4., 17 Uhr, bis Mittwoch 29.4., 20 Uhr) – dürfen Israelis das Haus nur verlassen, um medizinische Serviceleistungen zu empfangen. In diesem Zeitraum wird es keine öffentlichen Verkehrsmittel geben.

Das Gesundheitsministerium ruft dazu auf, dass alle Israelis den Unabhängigkeitstag dieses Jahr zu Hause feiern. Für gewöhnlich wird Yom Ha’Atzma‘ut mit kostenlosen Open-Air Konzerten, Feuerwerken und Barbecues in Parks und am Strand zelebriert. Diese Veranstaltungen wurden jedoch schon vor Wochen abgesagt.

Jedes Jahr findet am Unabhängigkeitstag auch eine Flug-Show der israelischen Luftwaffe statt. Um Menschenmassen zu vermeiden, wurde auch diese abgesagt. Stattdessen werden vier Luftwaffen-Flugzeuge eine Minishow über Krankenhäusern veranstalten. Damit soll das Krankenhauspersonal geehrt werden.

Maßnahmen für Ramadan

Im gleichen Zeitraum findet unter der arabischen Bevölkerung der Ramadan statt. Auch hierfür werden striktere Maßnahmen ergriffen. Von Donnerstag (23.4.) bis Sonntag (3.5.) wird in muslimisch geprägten Nachbarschaften, sowie einigen Teilen Jerusalems, eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Mit Ausnahme von Apotheken werden dei Geschäfte von 18 Uhr bis 3 Uhr früh geschlossen bleiben. Lediglich Zustelldienste werden operieren.

Damit sollen größere Zusammenkünfte zum gemeinsamen Fastenbrechen vermieden werden, um einer weiteren Verbreitung des tödlichen Virus vorzubeugen.

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