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Israel rückt auf letzte Hisbollah-Hochburg im Südlibanon vor

Israelische Truppen rücken im Südlibanon gegen die Hisbollah vor
Israelische Truppen rücken im Südlibanon gegen die Hisbollah vor (Quelle: JNS)

Die offizielle libanesische Nachrichtenagentur berichtete am Sonntag von heftigen Zusammenstößen in der Stadt, die als Symbol des »Widerstands« der Hisbollah gilt.

Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) sind am Sonntag in Bint Jbeil einmarschiert, wie der israelische Kanal 12 berichtete. Die Armee bezeichnet die Stadt als »letzte Hochburg« der Terrororganisation Hisbollah, die israelische Gemeinden entlang der Grenzen bedroht. Die IDF rechnen damit, die Stadt im Südlibanon in den kommenden Tagen einzunehmen.

Die libanesische National News Agency berichtete am Sonntag von »heftigen Zusammenstößen« in der Stadt unter israelischem Artilleriefeuer. Jerusalem teilte mit, Dutzende Terroristen seien nach Bint Jbeil geflohen, das seit mehreren Tagen von den israelischen Streitkräften umzingelt wird.

Bint Jbeil gilt als Symbol des »Widerstands« der Hisbollah. Ihr im September 2024 von Israel eliminierter Generalsekretär Hassan Nasrallah hielt dort am 26. Mai 2020 während des israelischen Rückzugs aus dem Libanon unter dem damaligen Premierminister Ehud Barak seine berüchtigte «Spinnennetz«-Rede. »Dieses Israel mit seinen Atomwaffen und den modernsten Kampfflugzeugen der Region ist, ich schwöre bei Allah, tatsächlich schwächer als ein Spinnennetz. Die israelische Gesellschaft ist kriegsmüde und verfügt nicht über die Widerstandsfähigkeit, einen blutigen Konflikt zu ertragen oder Verluste hinzunehmen. Israel mag von außen stark erscheinen, aber es lässt sich leicht zerstören und besiegen.«

Wie weiter?

Israel hat angekündigt, den Südlibanon bis zum Litani-Fluss von Terroristen zu säubern, um seine Bewohner im an den Libanon angrenzenden Norden des Landes zu schützen. Die Hisbollah hat wiederholt ihr Versprechen gebrochen, ihre Truppen aus dem Gebiet abzuziehen, wozu sie sich im Rahmen eines im November 2024 geschlossenen Waffenstillstandsabkommens zwischen Israel und dem Libanon verpflichtet hatte. Am 2. März griff die Hisbollah Israel aus Solidarität mit dem Iran an.

Premierminister Benjamin Netanjahu kündigte am 9. April an, dass Israel einen direkten Dialog mit dem Libanon führen werde, um die Hisbollah zu entwaffnen. Berichten zufolge steht Israel unter dem Druck der Trump-Regierung, seine Operationen im Libanon im Rahmen eines am 8. April verkündeten Waffenstillstands mit dem Iran zu beenden. Dies widerspricht jedoch früheren Aussagen Israels und der USA, wonach das Abkommen mit dem Iran die Maßnahmen Israels zur Zerschlagung der Terrororganisation nicht betreffe.

Der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran scheint nun allerdings ins Wanken zu geraten, da Vizepräsident JD Vance am Sonntag Pakistan verließ, nachdem die Gespräche mit seinen iranischen Gesprächspartnern gescheitert waren. »Die schlechte Nachricht ist, dass wir keine Einigung erzielt haben«, sagte Vance und erklärte, dass Teheran sich entschieden habe, die US-Bedingungen nicht zu akzeptieren.

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