Die Bestätigung des Todes des potenziellen Nasrallah-Nachfolgers Hashem Safieddine ist der jüngste israelische Schlag gegen den Führungskader der Hisbollah.
Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) gaben am Dienstag bekannt, eine Gruppe von Hisbollah-Kommandeuren getötet zu haben, unter der sich auch der Chef des Exekutivrats der Hisbollah, Hashem Safieddine, befunden habe. »Die Terroristen wurden vor etwa drei Wochen bei einem Angriff in der Gegend von Dahiyeh, einer wichtigen Hisbollah-Hochburg in Beirut, eliminiert«, erklärten die IDF. »Die israelische Luftwaffe führte einen präzisen, geheimdienstbasierten Angriff auf das Hauptquartier des Geheimdienstes der Hisbollah durch, das vorsätzlich unter der Zivilbevölkerung in Dahiyeh angelegt worden war.«
Bei dem Angriff wurden laut IDF fünfundzwanzig Hisbollah-Terroristen getötet, darunter Safieddine und der Kommandeur des Hisbollah-Geheimdiensthauptquartiers, Ali Hussein Hazima.
Safieddine war ein Cousin ersten Grades von Hassan Nasrallah, dem ebenfalls unlängst getöteten Generalsekretär der Hisbollah. Die IDF gaben an, dass Safieddine häufig als amtierender Generalsekretär der Hisbollah fungierte, wenn sich Nasrallah außerhalb des Libanon aufhielt.
Hashem Safieddines Bruder Abdullah Safieddine ist der Vertreter der Terrorgruppe in Teheran. Sein ältester Sohn, Reza, ist mit einer Tochter des ehemaligen Kommandeurs der Quds-Brigade der Islamischen Revolutionsgarde, Qassem Soleimani, verheiratet, der 2020 bei einem Luftangriff der Vereinigten Staaten im Irak getötet wurde.
Die Bestätigung des Todes von Hashem Safieddine, den israelische Regierungsvertreter bereits am 8. Oktober als »wahrscheinlich« bezeichnet hatten, ist der jüngste Schlag gegen den Führungskader der Hisbollah.
Iran kommt Hisbollah abhanden
Im September wurden mehr als dreitausend Hisbollah-Aktivisten verwundet, als ihre Pager und Walkie-Talkies explodierten. Obwohl der israelische Verteidigungsminister Yoav Gallant am Tag nach den Massenexplosionen sagte, die israelischen Sicherheitsdienste hätten »sehr beeindruckende« Ergebnisse erzielt, hat Jerusalem die Verantwortung für diese Operation weder bestätigt noch dementiert.
Nachdem Hassan Nasrallah am 27. September bei einem israelischen Luftangriff auf das unterirdische Hauptquartier der Hisbollah in Dahiyeh getötet worden war, galt Hashem Safieddine als sein potenzieller Nachfolger. Mit seiner Tötung, so Gallant am 8. Oktober, habe die Hisbollah »niemanden mehr, der Entscheidungen trifft, niemanden mehr, der handelt. Unsere Aktionen werden im gesamten Nahen Osten beobachtet. Wenn sich der Rauch im Libanon gelegt hat, wird man im Iran erkennen, dass man sein wertvollstes Gut verloren hat, nämlich die Hisbollah.«
Währenddessen wurde bekannt, dass der stellvertretende Hisbollah-Generalsekretär Naim Qassem mittlerweile in Teheran lebt, nachdem er vor über zwei Wochen mit einem iranischen Flugzeug aus dem Libanon geflohen war, berichtet der in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige Nachrichtensender Erem News unter Berufung auf eine anonyme iranische Quelle.
Qassem soll Beirut am 5. Oktober mit dem Flugzeug verlassen haben, das Irans Außenminister Abbas Araghchi für einen Staatsbesuch im Libanon und in Syrien nutzte. Qassem Verlegung wurde von den obersten Führern der Islamischen Republik angeordnet, weil die Gefahr eines Attentats durch Israel bestand, so die Quelle.
Qassem hat seit dem Tod des Hisbollah-Führers Hassan Nasrallah drei Reden gehalten. Während die erste in Beirut aufgezeichnet wurde, wurden die zweite und dritte in Teheran gehalten, so die Quelle.







