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Islamischer Staat: Neue Anschläge in Syrien

Explsoion eines improvisierten Sprengsatzes des Islamischen Staates in Raqqa
Explsoion eines improvisierten Sprengsatzes des Islamischen Staates in Raqqa (Quelle: SOHR)

Dass die kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte ihr Augenmerk auf den Vormarsch türkisch unterstützter Islamisten legen müssen, eröffnet dem IS Möglichkeiten für Terrorangriffe.

Wladimir van Wilgenburg, Kurdistan 24

Der sogenannte Islamische Staat hat sich in den vergangenen zehn Tagen zu sieben Terroranschlägen in der syrischen Provinz Raqqa bekannt, während die kurdisch geführten Sicherheitskräften zu gleich einem verstärkten Beschuss von durch von der Türkei unterstützte Gruppen in der Stadt Ain al-Issa ausgesetzt sind.

Zu den Anschlägen gehörten Bombenanschläge mit improvisierten Sprengsätzen (IEDs) und Angriffe mit Fahrerflucht gegen die Internen Sicherheitskräfte (ISF), auch bekannt als Asayish, und die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) sowohl in der Stadt Raqqa als auch auf dem Land in der Provinz.

Asayish hat mindestens zwei der Vorfälle bestätig, von denen sich einer am 4. Januar in Raqqa ereignete, wobei mehrere Zivilisten verletzt wurden. Ein zweiter Anschlag, bei dem zwei arabische ISF-Mitglieder getötet wurden, eignet sich am 6. Januar im östlichen ländlichen Teil der Stadt

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Die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR) berichtete außerdem, dass ein Zivilist bei einer IED-Explosion verletzt wurde, die am Sonntag ein Fahrzeug im Gebiet al-Malahi in der Stadt Raqqa traf.

„Die beträchtliche Zunahme der Angriffe in Raqqa ist ein signifikanter Indikator für die zunehmende Fähigkeit von ISIS, Angriffe jenseits seiner aktiven Operationszone Deir Ez-Zor durchzuführen“, erklärte Mohammad Ibrahim, ein Syrien-Analyst, der sich auf den Nordosten Syriens konzentriert, gegenüber Kurdistan 24.

Der Islamische Staat beweist immer wieder, wie schnell er in verschiedenen Regionen zuschlagen kann, wenn er Sicherheitslücken findet. Die ISF und SDF sind derzeit im nördlichen ländlichen Raqqa, in Ain Issa, stark beansprucht, wo es täglich Zusammenstöße zwischen SDF und von der Türkei unterstützten islamistischen bewaffneten Gruppen gibt“, fügte er hinzu. In den vergangenen zwei Monaten gab es in der Nähe der Stadt Ain al-Issa in der Provinz Raqqa vermehrt türkisch unterstützten Beschuss und Kämpfe.

Laut Ibrahim gibt der zunehmende Druck durch Russland und die syrischen Regimekräfte, die die SDF zum Rückzug aus dem Gebiet von Ain al-Issa bringen wollen, und der Beschuss durch die von der Türkei unterstützten Rebellen „den ISIS-Zellen mehr Möglichkeiten, Angriffe tief hinter den SDF-Linien durchzuführen.“

Raqqa wurde im Oktober 2017 von den SDF mit Unterstützung der US-geführten Koalition vom Islamischen Staat befreit.

(Aus dem Artikel ISIS increases attacks in Raqqa as Turkish-backed forces shell Ain al-Issa“, der bei K24 erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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