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Irans Außenminister besucht Syriens Diktator Assad

Irans Außenminister Abdollahian zu Besuch bei Syriens Präsidenten Assad
Irans Außenminister Abdollahian zu Besuch bei Syriens Präsidenten Assad (© Imago Images / ZUMA Wire)

Der Iran nützt die weltweite Fokussierung auf den Ukraine-Krieg geschickt aus, um unbeobachtet seinen Einfluss in Syrien zu verstärken.

Der iranische Außenminister Hossein Amirabdollahian traf kürzlich mit einer Delegation seines Ministeriums in der syrischen Hauptstadt Damaskus ein. Die Visite erfolgte kurz nach Baschar al-Assads Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), wo er unter anderem mit Kronprinz Mohammed bin Zayed zusammengetroffen war.

Auch wenn iranische Medien über die Delegation nach Damaskus berichteten, wurden kaum Details über den Zweck der Reise bekannt. Die Meldungen beschränkten sich darauf, dass die Iraner gemeinsam mit hohen syrischen Funktionären über die Entwicklungen der Beziehungen beider Länder diskutiert hätten.

Laut ABC News hätten auch Präsident Assad sowie dessen Sicherheitsberater Ali Mamlouk an dem Treffen mit dem iranischen Außenminister teilgenommen. Amirabdollahian habe die Syrer darüber informiert, dass der Iran kurz davorstehe, ein Abkommen über sein Atomprogramm mit den Weltmächten zu erzielen.

Für die Politik der Wiederannäherung an Syrien durch die Vereinigten Arabischen Emirate fand der iranische Außenminister lobende Worte:

»Wir begrüßen, was einige arabische Staaten unternehmen, um ihrer Beziehungen mit Syrien zu normalisieren und sind sehr erfreut darüber.«

Die Syrisch-Arabische Nachrichtenagentur (SANA) meldete in einem Bericht, dass beide Länder ihre Unterstützung für den russischen Feldzug gegen die Ukraine bekräftigt hätten. Russland verteidige seine nationalen Sicherheitsinteressen, seine Souveränität und damit »uns alle«, sagte der syrische Außenminister Faisal al-Miqdad nach dem Treffen.

Syrien und der Iran stimmten darin überein, dass »das internationale Gleichgewicht« nicht durch westliche Angriffe, »die den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit gefährden«, gestört werden dürfe.

Das Treffen fand nach dem iranischen Raketenangriff auf die Hauptstadt der autonomen Region Irakisch-Kurdistan, Erbil, in der US-Truppen stationiert sind, statt. Der Iran erklärte, mit seinem Angriff eine Einrichtung des israelischen Geheimdienstes Mossad getroffen zu haben. Klar sei, schreibt Seth J. Frantzman in einer Analyse in der Jerusalem Post, dass der Iran beabsichtigt habe, den Weltmächten eine Botschaft über seine militärischen Fähigkeiten zu senden.

Türkische Medien berichteten unterdessen, dass der Iran Russlands Fokussierung auf die Ukraine nutzen wolle, um die Beziehungen mit Syrien und seinen Einfluss in dem Land zu vertiefen. Würde der Iran seine Verankerung in Syrien stärken können, hätte dies auch Auswirkungen auf Israel, da dann mit einer Zunahme von Drohen- und Raketenangriffen auf den jüdischen Staat zu rechnen ist.

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