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Irans Außenminister: „Atomdeal ist eine Ehrenurkunde“ für sein Land

Irans Außenminister Zarif, der von den USA getötete Revolutionsgarden-Kommandeur Soleimani
Irans Außenminister Zarif, der von den USA getötete Revolutionsgarden-Kommandeur Soleimani (© Imago Images / ITAR-Tass, Xinhua)

Mohammad Javad Zarif erklärt im iranischen Parlament, dass er das Vertrauen von Revolutionsführer Khamenei habe und enge Kontakte zur „Achse des Widerstands“ pflege.

Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif wurde während seiner Rede vor dem iranischen Parlament – dem Majles – am Montag mehrmals durch Rufe und Kritik unterbrochen, wobei ein Abgeordneter rief: „Wir hören nicht gerne Lügen!“ Während er herabgesetzt, beleidigt und als Lügner bezeichnet wurde, sagte Zarif dem Parlament gegenüber: „Mit äußerster Demut trete ich vor die Vertreter der Nation und nehme das Gerede und die Beleidigungen bereitwillig in Kauf.“

Zarif erklärte, dass er trotz der Beschimpfungen verpflichtet sei, die Abgeordneten als Vertreter der großen Nation Iran anzuhören.“ Ich muss es bereitwillig tun, und ich muss Ihnen danken. Ich danke Ihnen für Ihre Kritik, auch wenn Sie mich herabsetzen“, sagte Zarif. Er fügte hinzu, dass, auch wenn die Abgeordneten ihn „minderwertig“ nannten, der Oberste iranische Führer Ayatollah Ali Khamenei ihn doch als mutig bezeichnet habe: „Sie haben mich einen Lügner genannt, während [Khamenei] gesagt hat, ich sei aufrichtig“, sagte Zarif.

Er erklärte, dass er sich wöchentlich mit Qassem Soleimani, dem Kommandeur der Quds Force des Korps der Islamischen Revolutionsgarden, der im Januar bei einem Luftangriff der USA getötet wurde, getroffen und abgestimmt hatte.

Abschließend warnte er die Parlamentsmitglieder: „Wir sitzen alle im selben Boot … Amerika unterscheidet nicht zwischen Liberalen, Reformern, Konservativen, Revolutionären und Nicht-Revolutionären. Das zionistische Regime unterscheidet nicht zwischen Reformern und Konservativen. Das zionistische Regime ist gegen den Iran in seiner Gesamtheit, und es ist gegen die territoriale Integrität des Iran.“

Nur diejenigen, die „den Märtyrer“ Soleimani kannten, die dem Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah nahestehen, und die mit dem „Widerstand“ im Irak, im Libanon und in Palästina vertraut sind, würden seine wahre Beziehung zu all diesen kennen, sagte Zarif.

Der als Atomdeal bekannte Gemeinsame Umfassende Aktionsplan (JCPOA) von 2015 sei eine „Ehrenurkunde“ für den Iran und werde es immer bleiben, erklärte Zarif, der an den Verhandlungen über den JCPOA beteiligt war. „Der JCPOA wurde Amerika aufgezwungen. So Allah will, werden die Geschichte und die Zukunft dies zeigen. Der JCPOA ist eine Ehrenurkunde für den Iran, und das wird auch so bleiben. So Allah will, wird er in die Geschichtsbücher dieses Landes eingehen.“

Iranian foreign minister to Iranian Parliament: ‘You have called me a liar, Khamenei has said I am sincere’ (Übersetzung für Mena-Watch von Alexander Gruber.)

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