Irans Allierte im Jemen bereiten Ausrottung der Bahai vor

Slogan der Huthi: „Gott ist groß! Tod den USA! Tod Israel! Verdammt seien die Juden! Sieg dem Islam!“

„Im Zuge des verheerenden Bürgerkriegs im Jemen haben die vom Iran unterstützten Houthi-Rebellen ihre Kontrolle auf den Norden des Landes ausgedehnt, wo auch die Hauptstadt Sana’a liegt. Mit der iranischen Unterstützung geht auch die systematische Dämonisierung und Verfolgung der friedliebenden Bahai im Jemen einher. Auf Geheiß der fundamentalistischen Kleriker sind die Bahai im Iran brutal unterdrückt worden. Vertrauliche Dokumente, die den Vereinten Nationen zugänglich gemacht wurden, belegen, dass es der iranischen Theokratie offenbar nicht genügt, diese Minderheit nur innerhalb der eigenen Grenzen zu verfolgen. Die iranische Regierung hat beschlossen, ‚es mit deren kulturellen Wurzeln außerhalb des Landes aufzunehmen und sie zu zerstören‘. Offenbar wird dieser Beschluss nun im Rahmen des Kriegs im Jemen umgesetzt.

Abdel-Malek al-Houthi, der Anführer der Houthis im Jemen, hat begonnen, öffentlich gegen die Bahai zu hetzen. Seinen Brandreden ist die genozidale Absicht unzweifelhaft anzumerken. Das Vorgehen der Houthi-Behörden gegen die jemenitischen Bahai zielt ganz offenkundig auf deren Ausrottung und einen möglichen Völkermord. Am 23. März 2018 hielt al-Houthi eine Rede, die weite Verbreitung fand, und in der er die Religion der Bahai angriff. Er warnte die Jemeniten vor der ‚satanischen‘ Bahai-‚Bewegung‘, die ‚einen Glaubenskrieg‘ gegen den Islam führe. Es gibt im Jemen nur einige tausend Bahai und sie stellen einen winzigen Anteil der 27 Millionen Einwohner des Landes dar. Al-Houthi rief das jemenitische Volk dazu auf, sich vor den Bahai und anderen religiösen Minderheiten zu schützen. ‚Jene, die den Glauben der Menschen zerstören, sind nicht weniger gefährlich als jene, die Menschen mit ihren Bomben töten,‘ so Al-Houthi.

Dass die Rede eine so rasche und weite Verbreitung fand, ist zutiefst beunruhigend. Innerhalb weniger Tage gaben mehr als 20 Nachrichtendienste seine Bemerkungen über die Bahai wider. Ein prominenter Stratege der Houthi twitterte, ‚wir werden alle Bahai niedermetzeln‘. Der im Iran ausgebildete jemenitische Mufti Shams al-Din Muhammad Sharaf al-Din äußerte sich in seiner Freitagspredigt ähnlich. Das Informationsministerium hält inzwischen Workshops ab, um Jemeniten, die sich in den sozialen Medien engagieren, beizubringen, wie sie auf den ‚Glaubenskrieg‘ der Bahai reagieren können. Staatliche Universitäten haben im ganzen Land mit der Unterstützung des Informationsministeriums ähnliche Konferenzen und Workshops abgehalten. Ähnlich wie der Islamische Staat im Irak und in Syrien sind die vom Iran unterstützten Houthis offenbar willens, den Jemen von jeglicher religiösen und kulturellen Vielfalt zu säubern. (…)

Vertrauenswürdigen Berichten zufolge wird die Verfolgung der Bahai durch die Houthi von den iranischen Behörden gesteuert. Einige prominente Jemeniten, darunter auch einige Houthi, haben die Freilassung inhaftierter Bahai gefordert. Doch scheinen hochrangige Angehörige des regierenden National Sicherheitsbüros sich auf Geheiß des Iran diesen Forderungen zu widersetzen.“ (Kyle Matthews:Iran’s allies are preparing a genocide in Yemen. But there’s still time to stop it“)

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