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Türkei: Iranisches Mordkomplott gegen Israeli aufgedeckt

In Istanbul wurde das iranische Mordkomplott aufgedeckt. (© imago images/NurPhoto)
In Istanbul wurde das iranische Mordkomplott aufgedeckt. (© imago images/NurPhoto)

In iranischem Auftrag sollte ein Terrornetzwerk von neun Personen in Istanbul einen israelischen Geschäftsmann ermorden.

In der Türkei soll dieser Tage ein Mordkomplott gegen einen israelischen Unternehmer aufgedeckt worden sein. Angeblich ist der türkische Geheimdienst einem Netzwerk von neun Personen auf die Spur gekommen, das im Sinne seiner iranischen Auftraggeber Yair Geller ermorden sollte. Bei den meisten Mitgliedern der Terrorzelle handle es sich um türkische Staatsbürger, der Chef des Netzwerks sei der Jerusalem Post zufolge aber ein iranischer Geheimdienstmitarbeiter. Acht Personen seien bislang verhaftet worden, eine weitere Person, die Kontakte zum iranischen Geheimdienst gehabt habe, sei noch als flüchtig.

Laut türkischen Medien haben die Mitglieder des Terrornetzwerks das private und berufliche Lebensumfeld ihres prospektiven Opfers ausspioniert. Der Mordanschlag auf ihn soll unmittelbar bevorgestanden haben, als der türkische Geheimdienst MIT seinen israelischen Partnerdienst informierte und die Zellenmitglieder festsetzte.

Der Israeli Yair Geller lebt in Istanbul und leitet dort die Firma CNC İleri Teknoloji, die Metallmaschinen für die Auto-, Luftfahrt- und Medizinindustrie herstellt. Medienberichten zufolge sollte seine Ermordung ein Racheakt für den Mordanschlag auf den Atomphysiker und Revolutionsgardisten Mohsen Fakhrizadeh vor zwei Jahren sein, der wegen seiner wichtigen Rolle im iranischen Atomprogramm einst als »Vater der iranischen Atombombe« bezeichnet wurde.

Das Komplott gegen Yair Geller ist nur der jüngste einer Reihe von iranischen Versuchen, Rache für die Ermordung Fakhrizadehs zu üben. Erst im vergangenen November wurde auf Zypern Anklage gegen sechs Personen erhoben. Sie sollen auf der Insel Mordanschläge auf mehrere Israelis geplant haben, unter ihnen der israelisch-zypriotische Milliardär Teddy Sagi. Einer der Angeklagten war bei seiner Verhaftung mit einer Pistole samt Schalldämpfer bewaffnet.

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