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Iranischer Diplomat warnt vor Vergeltung im Falle seiner Verurteilung

Vor seiner Verhaftung war der Diplomat an der iranischen Botschaft in Wien beschäftigt
Vor seiner Verhaftung war der Diplomat an der iranischen Botschaft in Wien beschäftigt (Quelle: Naame Shaam)

Der wegen eines Bombenanschlags in Belgien angeklagte ehemalige Beamte der iranischen Botschaft in Wien drohte mit Folgen, falls er verurteilt werden würde.

John Irish, Reuters

Ein iranischer Diplomat, der in Belgien angeklagt wurde, einen Anschlag auf Treffen einer im Exil tätigen iranischen Oppositionsgruppe in Frankreich geplant zu haben, warnte laut einem Polizeidokument die Behörden vor möglichen Vergeltungsmaßnahmen durch nicht identifizierte Gruppen, falls er für schuldig befunden würde..

Belgische Staatsanwälte beschuldigen den in Wien ansässigen Assadolah Assadi und drei weitere Personen, im Oktober 2018 einen Anschlag auf eine Kundgebung des in Paris ansässigen Nationalen Widerstandsrats des Iran (NCRI) geplant zu haben, an der hochrangige ehemalige US-amerikanische, europäische und arabische Beamte teilnahmen.

Assadi, der am 27. November vor Gericht gestellt wird, war Botschaftsrat in der iranischen Vertretung in Wien. Er ist einer der ersten iranischen Diplomaten, der wegen Terrorismusvorwürfen in der Europäischen Union vor Gericht steht. (…) Er warnte die belgischen Behörden, dass sein Fall von nicht näher benannten Gruppen im Iran und in den Nachbarländern genau beobachtet werde. „Laut Assadolah Assadi wüssten wir (Belgien) nicht, was ein ungünstiges Urteil für Folgen haben könnte“, heißt es in dem von der belgischen Polizei aufgenommenen Protokoll.

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Assadi teilte der Polizei mit, dass bewaffnete Gruppen im Irak, Libanon, Jemen und Syrien sowie im Iran am Ausgang seines Falles interessiert seien und „von der Seitenlinie aus beobachten, ob Belgien sie unterstützt oder nicht“, so das Protokoll., laut dem er sich weigerte zu antworten, als er von der Polizei gefragt wurde, ob er damit irgendeine Art von Organisation meine.

Auf die Frage nach Assadis Kommentaren sagte ein Sprecher des belgischen Bundesstaatsanwalts: „Solche Bedrohungen können auftreten, aber wir ergreifen immer die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen.“ Der Sprecher lehnte es ab, weitere Kommentare abzugeben oder zu sagen, ob die Geheimdienste über Assadis Aussage informiert worden seien.

(Aus dem Artikel Iranian diplomat warned of retaliation over Belgian bomb plot trial, document shows“, der bei Reuters erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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