Iranische Wirtschaft ähnelt der sowjetischen vor dem Zusammenbruch

„Der Wert des iranischen Rial wird weiter sinken. Er ist eine sehr anfällige, halbgare Währung, die innerhalb und außerhalb des Landes unter Druck steht. Mittelbare Sanktionen setzen ihm erheblich zu. Unterdessen hält die Misswirtschaft der iranischen Regierung an. Es sind keine nennenswerten politischen Schritte zur Reform der Wirtschaft und des Geschäftsklimas im Iran unternommen worden. So ergeben die verschiedenen Umstände innerhalb und außerhalb des Landes ein toxisches Gebräu. (…) Niemand traut sich, mit dem Iran Geschäfte zu machen, da man befürchten muss, in die Fänge der direkten oder mittelbaren Sanktionen zu geraten. Die Drohung, aus dem Atomabkommen auszusteigen, schafft Chaos und erhöht die mit Geschäften mit dem Iran verbundenen Risiken. Das schreckt jeden ab, sogar die Europäer. Sie wollen keine Geschäfte im Iran machen, solange die Möglichkeit besteht, dass sie von mittelbaren Sanktionen der Vereinigten Staaten getroffen werden könnten. Die Drohung Präsident Trumps, sich aus dem Atomabkommen zurückzuziehen, hat der iranischen Wirtschaft bereits Schaden zugefügt. Angesichts der umfassenden Misswirtschaft ist die Wirtschaft extrem anfällig. (…)

Selbst, wenn es einen nennenswerten Privatsektor im Iran gäbe, böten die äußeren Herausforderungen Grund zur Nervosität. Jeder weiß, dass die Zusammenarbeit mit dem Iran Probleme mit sich bringen wird. Die Gefahr von Sanktionen hat auch die Iraner nervös gemacht. Deswegen wollen sie ihre Rial eintauschen, gleich wogegen. Präsident Trumps Drohung mit einem Rückzug aus dem Atomabkommen betrifft auch mögliche ausländische Investitionen. Der Iran braucht massive Investitionen, die aus internationalen Quellen kommen müssen. Die Abschreibungsrate des iranischen Kapitalbestands ist weit höher als die Investitionsrate. Er nimmt daher dramatisch ab. In dieser Hinsicht ähnelt der Zustand der iranischen Wirtschaft durchaus jenem der sowjetischen Wirtschaft in den letzten Jahren vor dem Zusammenbruch. Man denke nur daran, wie die Erdbeben der jüngeren Zeit erst kürzlich fertiggestellte Gebäude zerstört haben, die innerhalb eines korrupten Systems von zwielichtigen Bauunternehmern errichtet wurden. Der Kapitalbestand im Iran nimmt weder zu, noch verbessert sich seine Zusammensetzung.

Sollte es keinen politischen Wandel geben, befindet sich die iranische Wirtschaft in einer Todesspirale. Die Frage ist nur, wann der Tod eintreffen und das Ende bekanntgeben wird. Die iranische Wirtschaft befindet sich in Auflösung – und zwar seit 1979.“ (Steve H Hanke: „Expert warns ‚Iran’s economy is in a death spiral‘“)

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