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Die iranischen »Raketenstädte« werden zu Todesfallen

Propagandavideo aus einer der iranischen Raketenstädte
Propagandavideo aus einer der iranischen Raketenstädte (Quelle: JNS)

Die Strategie des Irans, unterirdische Bunker zu bauen, um sein Raketenarsenal vor der Zerstörung aus der Luft zu schützen, scheint sich im aktuellen Krieg als Fehler zu erweisen.

Laut einem Bericht im Wall Street Journal kreisen amerikanische und israelische Kampfflugzeuge und bewaffnete Drohnen über Dutzenden der riesigen Stützpunkte und greifen die fahrbaren Raketenabschussrampen an, sobald diese zum Feuern bereit sind. Zugleich haben schwere Angriffswellen große Mengen an Bomben über den Standorten abgeworfen und iranische Waffensysteme an mehreren Orten unter der Erde begraben.

Satellitenbilder der letzten Tage zeigen die brennenden Überreste iranischer Raketen und Abschussrampen, die bei amerikanischen und israelischen Luftangriffen in der Nähe der Eingänge zu den von iranischen Funktionären als »Raketenstädte« bezeichneten unterirdischen Anlagen zerstört wurden.

Seit Beginn des Konflikts am vergangenen Samstag hat Teheran mehr als fünfhundert Raketen auf Israel, US-Stützpunkte und andere Ziele in der Golfregion abgefeuert, von denen jedoch viele abgefangen wurden, wie die Regierungen in der Region mitteilten. Seit Beginn des Konflikts haben die Angriffswellen und die Zahl der Raketen jedoch abgenommen, was darauf hindeutet, dass die amerikanischen und israelischen Angriffe die Reaktionsfähigkeit Teherans beeinträchtigen.

Man sei nun auf der Jagd nach den letzten verbliebenen Abschussrampen für ballistischen Raketen, »um das zu eliminieren, was ich als ihre nachhaltige ballistische Raketenfähigkeit bezeichne«, sagte CENTCOM-Chef Brad Cooper, oberster US-Kommandeur im Nahen Osten, in einer Videokonferenz am Dienstag. »Wir beobachten, dass die Fähigkeit des Irans, uns und unsere Partner anzugreifen, abnimmt.«

Grundlegender Mangel

Teheran scheint vor Kriegsbeginn einen Teil seiner Raketenwerfer und Lastwagen aus den Bunkern entfernt zu haben in der Hoffnung, sie durch ihre Verteilung im Land vor Angriffen zu schützen. Cooper sagte, die USA und Israel hätten Hunderte von Raketen und Drohnen zerstört. Das US-Zentralkommando teilte am Mittwoch mit, dass die iranischen Raketenstarts innerhalb von vier Tagen um 86 Prozent zurückgegangen seien.

Ein erheblicher Teil der verbleibenden Bestände an Tausenden von Kurz- und Mittelstreckenraketen befindet sich wahrscheinlich weiterhin in unterirdischen Stützpunkten, deren Standorte den amerikanischen und israelischen Streitkräften weitgehend bekannt sind, so Analysten. Dies unterstreiche einen grundlegenden Mangel des Konzepts der »Raketenstädte«. »Was früher mobil und schwierig zu finden war, ist jetzt nicht mehr mobil und leichter zu treffen«, sagte Sam Lair, wissenschaftlicher Mitarbeiter am James Martin Center for Nonproliferation Studies, einer Forschungsorganisation in Monterey, Kalifornien.

Nachdem die iranischen Luftabwehrbatterien weitgehend neutralisiert worden waren, begannen die USA und Israel damit, langsame Überwachungsflugzeuge über bekannten Raketenbasen fliegen zu lassen, so Analysten. Angriffe mit bemannten Kampfflugzeugen oder bewaffneten Drohnen werden nur durchgeführt, wenn dort Anzeichen von Aktivität festgestellt werden.

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