Iranische Anti-Regime-Aktivistin muss 23 Monate ins Gefängnis

„Roya Saghiri, eine Studentin an der Universität von Tabriz, die während der Proteste im Januar verhaftet wurde, wurde am 25. August ins Gefängnis von Tabriz verlegt, um dort die 23 Monaten Haft abzusitzen, zu der sie die zweite Kammer des Revolutionsgerichts in Tabriz verurteilt hatte. Wie HRANA am 11. Juli berichtet hatte, wurde dieses Urteil vom Berufungsgericht von Ost-Aserbaidschan aufrechterhalten. Die zweite Kammer des Revolutionsgerichts in Tabriz hatte Saghiri zusammen mit Nariman Validokht den Bestimmungen der 1979 eingeführten Paragraphen 500 und 541 und der 2013 geschaffenen Paragraphen 124 und 215 des iranischen Strafgesetzbuches folgend wegen ‚regimefeindlicher Propaganda‘ zu acht Monaten Haft verurteilt. Das Urteil, das gegen Saghiri wegen dieses Straftatbestands erging, fiel aufgrund der Tatsache, dass sie nicht vorbestraft war, relativ milde aus. Hinzu kam allerdings eine weitere Anklage gegen Saghiri und Validokht wegen ‚Beleidigung des religiösen Staatsoberhaupts‘. Darauf stehen fünfzehn Monate Haft.

Vor der 103. Abteilung des Strafgerichtshofs von Tarbiz unter dem Vorsitz von Richter Vatankhah wurde Saghiri zudem wegen ‚Störung des öffentlichen Friedens durch die Teilnahme an einer illegalen Versammlung‘ und ‚Erscheinens in der Öffentlichkeit ohne islamischen Schleier infolge öffentlichen Entfernens des Schleiers‘ zu einem Jahr auf Bewährung und zehn Hieben verurteilt. Landesweit waren viele Teilnehmer an den Januarprotesten festgenommen und verhört worden. Bei den Protesten kamen 25 Menschen um und rund 5.000 wurden festgenommen. (Bericht der Human Rights Activists News Agency: „January Protests: Roya Saghiri Transferred to Tabriz Prison to Serve Sentence“)

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