Iran, Syrien und die Türkei stellen sich hinter Regime in Venezuela

Einst enge Freunde Hugo Chavez und Mahmud Ahmadinejad.

„Nur Stunden nach der am Mittwoch erfolgten Ankündigung der USA, das Regime von Präsident Nicolas Maduro nicht länger als legitime Regierung Venezuelas anzuerkennen, trat die iranische Führung zur Verteidigung ihres wichtigsten Verbündeten in Lateinamerika an.

Während die Massenproteste gegen Maduro am Donnerstag weitergingen, verurteilte der Sprecher des iranischen Außenministeriums Bahram Ghasemi, was er als ‚offene und rechtswidrige Interventionen‘ der Vereinigten Staaten in Venezuelas innenpolitische Angelegenheiten bezeichnete.

‚Die Islamische Republik Iran unterstützt die Regierung und die venezolanische Nation gegen alle ausländischen Eingriffe in die inneren Angelegenheiten des Landes sowie illegale und gegen das Volk gerichtete Aktionen, wie etwa Putschversuche‘, sagte Ghasemi in Ausführungen, die über offizielle Medienkanäle verbreitet wurden. (…)

Unter Maduros Vorgänger Hugo Chavez, als Venezuela Mitte der 2000er Jahre von den hohen Ölpreisen profitierte, blühten die Beziehungen zum iranischen Regime auf, um die Konfrontationspolitik gegen die USA und ihre Verbündeten zu verstärken. Chavez selbst entwickelte eine besonders enge Beziehung zum ehemaligen iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad, einem Hardliner und Holocaustleugner.

Die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern auf militärischer und geheimdienstlicher Ebene konzentrierte sich auf den libanesischen Stellvertreter des Iran, die Terrorgruppe Hisbollah, die Lateinamerika als Basis für Geldwäsche, Drogenhandel und andere kriminelle Operationen zur Geldbeschaffung nutzt. (…)

Auch Syrien und die Türkei schlugen sich am Donnerstag auf die Seite Maduros. Ein Sprecher des syrischen Außenministeriums sagte, das Regime von Präsident Baschar al-Assad ‚verurteilt aufs Schärfste die bis zum Äußersten gehende Einmischung der USA in die Angelegenheiten Venezuelas, die einen schwerwiegenden Verstoß gegen alle internationalen Normen und Gesetze und einen unverschämten Angriff auf die venezolanische Souveränität darstellt.‘ Zuvor hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, der 2018 Maduro insgesamt drei Mal empfing, Journalisten in Ankara gegenüber erklärt, dass er den venezolanischen Führer angerufen und ihn mit den Worten ermutigt habe: „Bleib stark, Bruder‘.“ (Ben Cohen: „After US Recognizes Venezuelan Opposition Chief as President, Iranian Leaders Rally Behind Maduro Regime“)

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