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Iran setzt bei Auslandseinsätzen zunehmend auf Drohnen

Der Iran stattet seine Stellevertreter-Milizen im Irak, in Syrien und im Jemen mit Drohnen aus und schult sie im Umgang mit den unbemannten Luftfahrzeugen.

Rudaw

Die Auslandseinheit „Quds-Force“ der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) setzt zunehmend Drohnen als Hauptinstrument für die Durchführung von Luftangriffen ein und versorgt auch ihre Stellvertreter damit, so eine im Exil operierende eine Oppositionsgruppe vergangenen Woche.

Der Nationale Widerstandsrat des Iran (National Council of Resistance of Iran, NCRI) erklärte, die Drohnen würden in acht Fabriken in Iran hergestellt, manchmal unter Verwendung von aus dem Ausland geschmuggelten Materialien. Danach würden sie in Länder wie Irak und Syrien geschickt, wo sie zusammengebaut und dann eingesetzt werden.

Das NCRI, der politische Flügel der im Iran verbotenen Volksmudschaheddin (MEK), stützt sich nach eigenen Angaben auf Berichte aus dem Netzwerk von Anhängern, das die MEK im Land unterhält. Das NCRI legte Bilder vor, auf denen angebliche Drohnenproduktionsanlagen zu sehen waren, wobei es nicht sofort möglich war, diese Angaben unabhängig zu überprüfen.

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Die Quds-Force wird vom Westen beschuldigt, iranische Operationen im Irak, in Syrien und im Jemen zu leiten und zu versuchen, westliche Ziele anzugreifen.

Das NCRI erklärte, dass die Quds Force „hauptsächlich verschiedene unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) für ihre terroristischen Operationen sowie für die Versorgung ihrer Stellvertreter in der Region einsetzt“. „In gewisser Weise versucht das Regime, seine veraltete und marode Luftwaffe mit dieser Technologie zu kompensieren“, heißt es weiter.

Um die Drohnen herzustellen, habe der Iran einige der wichtigsten Teile wie Motoren und elektronische Komponenten aus China sowie Rohstoffe aus der Türkei und Südkorea eingeschmuggelt.

Dem Bericht zufolge gibt es unter den fünf Kommandoeinheiten der IRGC-Luftstreitkräfte inzwischen ein spezialisiertes UAV-Kommando. Das UAV-Kommando hat mehrere Gruppen, die auf verschiedenen Stützpunkten im Iran stationiert sind.

Die Quds-Truppe holt auch Mitglieder pro-iranischer Stellvertreter-Milizen aus dem Ausland nach Iran, um sie im Umgang mit Drohnen zu schulen. Die Ausrüstung wird auf dem Luftweg über den Mehrabad-Flughafen in Teheran, auf dem Landweg, versteckt in Lastwagen, und, im Falle des Jemen, auf dem Seeweg ins Ausland gebracht, so der Bericht.

Im Syrien-Konflikt, wo der Iran zur Unterstützung des Regimes von Präsident Bashar al-Assad interveniert hat, hätten die IRGC „konsequent“ Drohnen eingesetzt, um syrische Oppositionskräfte zu identifizieren und anzugreifen.

(Aus dem Artikel Drones main pillar of Iran’s Quds forces overseas ops: opposition“, der bei Rudaw erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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