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Iran und Saudi-Arabien erneuern diplomatische Beziehungen

Irans Außenminister Abdollahian mit seinem Amtskollegen aus Saudi-Arabien, Prinz Faisal bin Farhan Al Saud, bei ihrem Treffen in Peking. (© imago images/Xinhua)
Irans Außenminister Abdollahian mit seinem Amtskollegen aus Saudi-Arabien, Prinz Faisal bin Farhan Al Saud, bei ihrem Treffen in Peking. (© imago images/Xinhua)

Bei einem Treffen in Peking vereinbarten die Außenminister Irans und Saudi-Arabiens die Wiedereröffnung von Botschaften und Konsulaten.

Der Iran und Saudi-Arabien haben am Donnerstag ihre diplomatischen Beziehungen wieder aufgenommen. Das wurde im Rahmen eines Treffens der beiden Länder in Peking bekannt gegeben, nur rund einen Monat, nachdem sie unter chinesischer Vermittlung übereingekommen waren, einander nach einer siebenjährigen Unterbrechung wieder annähern zu wollen.

Der iranische Außenminister Hossein Amirabdollahian bezeichnete den Schritt laut einem Bericht der Associated Press als den Neubeginn offizieller diplomatischer Beziehungen, mit ihm gingen die Wiedereröffnung von Botschaften und Konsulaten, wirtschaftliche Zusammenarbeit und ein Bemühen um »Stabilität, Sicherheit und Entwicklung der Region« einher.

Zusätzlich zu den Botschaften in den Hauptstädten sollen auch zwei Konsulate eingerichtet werden, eines im iranischen Mashhad, das andere im saudi-arabischen Dschidda. Ins Auge gefasst werde darüber hinaus, den Flugverkehr wiederaufzunehmen und Reisen zwischen den beiden Ländern zu ermöglichen.

Das Treffen in Peking am Donnerstag war das erste offizielle Treffen hochrangiger Vertreter Irans und Saudi-Arabiens seit 2016. Damals war in Saudi-Arabien im Zuge einer Welle von Exekutionen auch ein prominenter schiitischer Kleriker hingerichtet worden; nachdem daraufhin die saudi-arabische Botschaft in Teheran gestürmt worden war, brach das Königreich die Beziehungen zur Islamischen Republik ab.

Die Botschaftseröffnung stellt zwar einen beachtlichen Schritt in Richtung einer Normalisierung der bilateralen Beziehungen dar, die tiefgreifenden Differenzen beider Länder im Hinblick auf fast jeden Krisenherd in der Region werden allein dadurch aber nicht überwunden.

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