Der iranische Parlamentspräsident Ghalibaf, der Berichten zufolge die Gespräche mit der amerikanischen Regierung leitet, lobte den Hamas-Überfall auf Israel von 2023.
Der iranische Parlamentspräsident Mohammad-Bagher Ghalibaf, der Berichten zufolge die laufenden diplomatischen Gespräche mit den Vereinigten Staaten leitet, hat das Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 mit 1.200 Toten als »Sieg« gefeiert und kürzlich mit einem Blutbad an amerikanischen Soldaten gedroht.
Wie US-Beamte am Montag mitteilten, halte Ghalibaf im Namen Teherans Gespräche mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump ab und werde von zumindest einigen Mitarbeitern des Weißen Hauses als möglicher Partner angesehen, der die Islamische Republik anführen könnte. »Er ist eine vielversprechende Option«, sagte ein Regierungsbeamter gegenüber dem amerikanischen Nachrichtenportal Politico, es seien aber noch keine Entscheidungen getroffen worden. »Er ist einer der höchsten … Aber wir müssen sie auf die Probe stellen und dürfen nichts überstürzen.«
Ghalibaf dementierte am Montag umgehend die Berichte über mögliche Gespräche und behauptete, die Aussagen des US-Präsidenten zu angeblichen Verhandlungen seien Fake News, die dazu dienten, die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren. Ghalibaf, der seit Langem eine zentrale Figur im politischen Establishment des iranischen Regimes ist, fungiert seit dem Jahr 2020 als Sprecher des Majlis genannten Parlaments, nachdem er Ali Laridschani ablöste, den obersten Sicherheitsbeamten, der letzte Woche bei einem Angriff der israelischen Luftwaffe getötet wurde.
Drohung gegen Israel und USA
Am 11. Oktober 2023, vier Tage nachdem von der Hamas angeführte Terroristen in den Süden Israels eingedrungen waren, Hunderte Zivilisten ermordet, Tausende verletzt und 251 Geiseln in den Gazastreifen verschleppt hatten, feierte Ghalibaf das Massaker als Beweis dafür, dass das zionistische Regime bis zum Tag seiner Vernichtung niemals Frieden haben werde. »Der Entschlossenheit zu Größe, Widerstand und Sieg, die in unseren lieben Palästinensern wohnt, hat diese Operation gezeigt, dass [der Sieg] erreichbar und in greifbarer Nähe ist«, erklärte er. Das Paralment stimmte daraufhin Sprechchöre wie »Tod für Israel« und »Tod für Amerika« an.
Am 12. März drohte der Parlamentssprecher in einem Beitrag auf X, »den Persischen Golf mit dem Blut der Invasoren zu fluten, falls Washington iranische Ziele auf den vor der Küste liegenden Inseln angreifen sollte: »Vaterland oder Tod! … Jeder Angriff auf dem Boden iranischer Inseln wird alle Zurückhaltung zunichte machen. Das Blut amerikanischer Soldaten liegt in Trumps persönlicher Verantwortung.«
Beamte der US-Regierung spielten Ghalibafs öffentliche Ablehnung von Verhandlungen am Montag als interne Machtdemonstration herunter. »Wir befinden uns in der Testphase, in der wir wirklich versuchen, herauszufinden, wer aufsteigen kann, wer aufsteigen will und wer versucht, aufzusteigen«, sagte ein Mitglied der Administration gegenüber Politico. »Und wenn dann Leute aufsteigen, machen wir einen schnellen Test, und wenn sie radikal sind, schalten wir sie aus.«
Ein anderer hochrangiger Beamter des Weißen Hauses meinte, Donald Trump sei an einem diplomatischen Abkommen mit Teheran interessiert, da er Fortschritte bezüglich der Straße von Hormus und einen Waffenstillstand anstrebe, denn »POTUS würde, wie jeder andere auch, lieber Frieden als Krieg haben«.






