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Iran könnte Präsenz in Syrien für sein Atomwaffenprogramm nutzen

Iran könnte Präsenz in Syrien für sein Atomwaffenprogramm nutzen„Einer der angesehensten militärischen Geheimdienstexperten Israels hat seiner Besorgnis über das jüngste von den Präsidenten der USA und Russlands vereinbarte Syrien-Abkommen Ausdruck verliehen. Der jüdische Staat könne infolge des Abkommens durch den zunehmenden Einfluss des Iran und seiner Stellvertreter in Syrien gefährdet werden. Der ehemalige Direktor des israelischen Ministeriums für Strategische Angelegenheiten und Leiter der Forschungsabteilung des Geheimdienstes der Israelischen Streitkräfte Brigadegeneral der Reserve Yossi Kuperwasser kritisierte unumwunden die Haltung der Trump-Administration zur Präsenz des Iran in Syrien.

Der amerikanische Präsident habe wiederholt den Wunsch geäußert, die Iranpolitik seines Vorgängers Barack Obama zu revidieren. Dies habe den Eindruck vermittelt, er werde ‚als Gegenleistung für die Zustimmung zu dem russischen Plan, Assad vorerst im Amt zu belassen, von den Russen verlangen, dass sie die Iraner aus Syrien vertreiben.’ ‚Das jüngst [am 7. Juli in Hamburg vereinbarte] Abkommen zwischen Trump und [dem russischen Präsidenten Vladimir] Putin scheint diese Verpflichtung zu ignorieren’, schrieb Kuperwasser in einem Grundsatzpapier für den einflussreiche Think-Tank Jerusalem Center for Public Affairs. ‚Das beunruhigt Israel … weil es die Ernsthaftigkeit des amerikanischen Engagements, die Fähigkeit der Amerikaner, Worten Taten folgen zu lassen, und die Nützlichkeit der »Kunst des Verhandelns« im Nahen Osten und der internationalen Politik infrage stellt.’ (…)

‚Der Iran will Syrien mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in eine iranische Militärbasis verwandeln …, sodass er Israel nicht mehr nur aus einer Entfernung von 1300 Kilometern, sondern aus unmittelbarer Nähe bedrohen kann’, so Kuperwasser. Zudem würde die Entwicklung des Iran zur Hegemonialmacht in Syrien die sunnitischen arabischen Staaten massiv schwächen, insbesondere das Nachbarland Jordanien. Vielleicht am besorgniserregendsten sei die Tatsache, dass der Iran sein Atomprogramm womöglich in Syrien weiterführen werde. ‚Dem JCPOA [dem Atomabkommen mit dem Iran vom Juli 2015] zufolge kann die Internationale Atomenergiebehörde Nuklearaktivitäten im Iran überwachen, hat aber keine Vollmacht, iranische Aktivitäten oder Wissenschaftler im Ausland zu überwachen’, so Kuperwasser. ‚Der Iran könnte diese Schlupflöcher nutzen, um nuklearrelevante Materialien in Syrien zu erforschen und zu entwickeln.’“ (Ben Cohen: „Former IDF General Raises Alarm Over Trump’s Wavering on Iranian Military Presence in Syria“)

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