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Wie Uran aus Venezuela zu den Mullahs in Teheran geschmuggelt wird

Hassan Rohani mit dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro
Hassan Rohani mit dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro (© Imago Images / Xinhua)

Mehrere Mitglieder des Militärs wurden wegen Uranschmuggels verhaftet, sagt der venezolanische Politiker und selbsternannte Landeschef, Juan Guaidó.

Damian Pachter

„Es ist öffentlich bekannt, dass mehrere Mitglieder des Militärs verhaftet wurden, nachdem sie Uran aus Venezuela geschmuggelt hatten, und wir glauben, dass der Iran eines der Hauptziele dieses Uranschmuggels ist“, sagte der Interimspräsident Venezuelas, Juan Guaidó, am Wochenende.

In einem Interview mit Israel Hayom sprach Guaidó über seine Befürchtungen, vom Regime von Präsident Nicolás Maduro verhaftet zu werden, warnte vor der Unterwanderung des südamerikanischen Landes durch den Iran und hatte auch eine Botschaft an Jerusalem.

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Vor etwa zwei Jahren, nachdem er zum Präsidenten der Nationalversammlung Venezuelas gewählt worden war, stieg Guaidó zur internationalen Berühmtheit auf und wurde als große neue Hoffnung für sein Land gehandelt. Die Menschen glaubten, dass er den Schlüssel zur Reform des Regimes besäße, das jene, die sich ihm widersetzen, verhaften, foltern und sogar hinrichten lässt.

Die Massen folgten seinem Ruf und gingen in der Hoffnung auf die Straße, dass der Wendepunkt kurz bevorstünde. Sogar die internationale Gemeinschaft, darunter die Europäische Union, die Vereinigten Staaten und Israel, erkannte Guaidó an, als er sich zum Interimspräsidenten Venezuelas erklärte.

Verbrechersyndikat

Mittlerweile bietet sich ein völlig anderes Bild. Die Hoffnung ist abgeflaut, und die internationale Unterstützung hat abgenommen – die Europäische Union hat sogar ihre Anerkennung als Interimspräsident zurückgezogen. Nur eines bleibt konstant: Maduro und der Chavismus.

„Das Maduro-Regime ist zu einem Verbrechersyndikat geworden, das Öl aus dem Iran importiert. Derzeit gibt es eine Voruntersuchung zu den Uranvorräten in Venezuela und den Ländern, in die dieses Material geschickt werden könnte“, sagte Guaidó von seiner Residenz in der Hauptstadt Caracas aus. „Es gibt in Venezuela große Vorkommen an Uran, der irgendwie aus dem Land geschmuggelt wird, durch illegale Kanäle“, sagte er.

Das südamerikanische Land unterhält seit Jahren enge Beziehungen zum Iran, wobei es auch immer wieder Gerüchte über eine Zusammenarbeit mit Nachbarländern auf dem Gebiet der Atomenergie gibt.

Guaidó beschrieb die Anfänge der iranischen Präsenz in Venezuela und sagte: „Die Maduro-Diktatur hat dem Iran erlaubt, einzudringen. Es begann, als [der ehemalige Präsident Hugo] Chavez anfing, Unternehmen willkommen zu heißen, die von den USA und anderen Ländern sanktioniert wurden.“

Botschaft an Israel

Im Januar 2019 erkannte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu Guaidó als offiziellen Führer des Landes an, was bis heute die offizielle Position Israels ist. Chavez hatte die Beziehungen zwischen Israel und Venezuela 2009 im Zuge der „Operation Gegossenes Blei“ der israelischen Verteidigungskräfte im Gazastreifen abgebrochen.

Heute ist Guaidó dankbar und hat eine Botschaft für Jerusalem: „Die Regierung Israels leistet wichtige diplomatische Unterstützung im Krieg gegen die Diktatur“, sagte er.

Die Oppositionellen in Venezuela sind in ständiger Gefahr, ihr Leben liegt in der Hand des „Diktators“, wie Guaidó Maduro nennt, dessen Regime von der UNO wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt wird. Guaidó seinerseits bemüht sich, die internationale Unterstützung zurückzugewinnen.

Kürzlich diskutierte er mit US-Außenminister Antony Blinken über mögliche „Wege zur Demokratie und zur Abhaltung freier Wahlen“, aber es ist noch nicht klar, welche Position die Biden-Administration in Bezug auf das humanitäre Problem in Venezuela einnehmen wird.

Angesprochen auf die drohende Verhaftung, die über seinem Kopf schwebt, sagte Guaidó, er sei sich der Gefahr bewusst, stehe aber weiterhin zu seinem Weg und seinen Prinzipien. „Die Drohungen der Diktatur existieren, sie funktioniert nur über diese Drohungen, weil das Volk sie nicht unterstützt und sie auch nicht viel Unterstützung in der internationalen Gemeinschaft hat“, erklärte er.

„Die einzige Alternative für Venezuela sind freie Wahlen und das Zulassen eines Prozesses zur Bestimmung einer legitimen Regierung“, sagte er.

Der Artikel „‘Iran is a main destination for uranium smuggling from Venezuela’“ ist zuerst beim Jewish News Syndicate erschienen. Übersetzung von Alexander Gruber.

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