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Iran hat Raketenproduktion wieder aufgenommen

Propaganda für Irans Raketenprogramm in Teheran
Propaganda für Irans Raketenprogramm in Teheran (© Imago Images / Anadolu Agency)

Das iranische Regime ist dabei, die Raketenfabriken, die Israel im Juni angegriffen hat, wieder aufzubauen, doch noch fehlen wichtige Einzelteile.

Das iranische Regime hat mit dem Wiederaufbau der Raketenproduktionsstätten begonnen, die Israel während des zwölftägigen Kriegs im Juni angegriffen hatte. Allerdings scheinen den Anlagen nach wie vor die großen Mischer zu fehlen, die für die Herstellung von Festtreibstoff für die Raketen benötigt werden, wie Satellitenbilder zeigen.

Die Bilder wurden diesen Monat von Planet Labs PBC aufgenommen und von der Nachrichtenagentur Associated Press analysiert, die ihre Ergebnisse am Mittwoch veröffentlicht hat. Die Bilder zeigen Bauarbeiten in den Produktionsstätten für Feststoffraketen in Parchin und Shahroud. Die Islamische Republik verfügt über eine weitere Anlage in Khojir. Alle drei Stützpunkte wurden im Oktober 2024 (»Operation Days of Repentance«) und während des Kriegs im Juni (»Operation Rising Lion«) von Israel angegriffen.

Raketenexperten meinten gegenüber der Nachrichtenagentur, das Regime in Teheran strebe danach, die Mischer zu beschaffen, insbesondere, da es sich aktuell auf die Möglichkeit vorbereitet, dass demnächst die Snapback-Sanktionen der Vereinten Nationen wieder in Kraft treten könnten. Die Maßnahmen würden Strafen für jede Weiterentwicklung des Raketenprogramms beinhalten. Für eine effiziente Raketenproduktion sind die Mischer in großen Stückzahlen von entscheidender Bedeutung. Der Iran hat sie zuvor aus China bezogen, obwohl unklar ist, ob dies seit dem Juni-Krieg noch der Fall ist.

Vor dem Krieg war der Iran in der Lage, mehr als zweihundert Feststoffraketen pro Monat zu produzieren, wobei er über ein geschätztes Arsenal von etwa 2.500 Raketen verfügte. Mehr als ein Drittel seines Arsenals wurde während und vor dem Konflikt auf Israel abgefeuert. »Wenn sie in der Lage sind, einige wichtige Dinge wie die Mischer wieder zu beschaffen, dann ist die Infrastruktur immer noch vorhanden und bereit, wieder in Betrieb genommen zu werden«, sagte Sam Lair vom James Martin Center for Nonproliferation Studies am Middlebury Institute of International Studies in Kalifornien gegenüber AP.

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