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Iran droht Saudis wegen Berichterstattung über Proteste

Frauen im Iran verbrennen während der Proteste ihre Hijabs
Frauen im Iran verbrennen während der Proteste ihre Hijabs (© Imago Images / ZUMA Wire)

Dem Mullah-Regime ist die Berichterstattung saudischer TV-Anstalten über die Protestwelle der iranischen Bevölkerung ein Dorn im Auge.

Der Befehlshaber der Iranischen Revolutionsgarde (IRGC), Hossein Salami, hat Riad wegen der Berichterstattung über die landesweiten Proteste im Iran durch angeblich von Saudi-Arabien kontrollierte Medien gedroht. Salami behauptete, die Saudis versuchten, die iranische Jugend aufzuhetzen und drohte, nähmen sie ihre Medien nicht an die Kandare, mit unvermeidlichen Konsequenzen.

Bei einem Manöver von IRGC-Bodentruppen in der Region Aras im Nordwesten des Irans sagte Salami, die Saudis versuchten, die iranische Jugend durch die Medien zu täuschen. »Dies ist unsere letzte Warnung, denn ihr mischt euch über diese Medien in unsere inneren Angelegenheiten ein. Wir haben euch schon gesagt, ihr sollt vorsichtig sein«. Die iranische Politik mit seinen Nachbarn beruhe auf »Freundschaft und guter Nachbarschaft« sowie auf »korrekter politischer Interaktion«, aber wenn die Nachbarn die Sicherheit der iranischen Nation und des Landes gefährdeten, werde sich auch die Politik Teherans ändern. 

»Hören Sie auf, sich in die inneren Angelegenheiten unseres Landes einzumischen«, forderte Salami auch in einer Rede im islamischen Seminar von Qom. In einer offensichtlichen Anspielung auf die enger werdenden Beziehungen zwischen Israel und den Regierungen der arabischen Golfstaaten meldete Teherans halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim am Donnerstag, iranische Funktionäre hätten der saudi-arabischen Führung ausgerichtet, sie solle aufhören, sich auf Israel zu verlassen.

»Dies ist unsere Warnung. Euer Haus ist das einer Spinne [d. h. zerbrechlich]. Ihr habt euch auf Israel verlassen, das am Rande des Zusammenbruchs steht, und das ist euer Schicksal«, sagte der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden laut Tasnim. Auch den Vereinigten Staaten und Großbritannien drohte Salami und forderte sie auf, ihre gegen den Iran verhängten Sanktionen aufzuheben. »Was auch immer Sie gegen die iranische Nation unternehmen, Sie werden Schläge erhalten, die um ein Vielfaches härter sind.«

Salamis Äußerungen gegenüber Saudi-Arabien sind die jüngsten in einer Reihe von Drohungen des iranischen Regimes gegen persischsprachige Medien außerhalb des Landes wie BBC Persian, Manoto TV, Iran International und VOA. Darüber hinaus bedroht die Islamische Republik die Korrespondenten dieser Sender und ihre Familien und stört die Signale des Satellitenfernsehens, um den Zugang zu ihren Programmen zu beschränken. Im Zuge der aktuellen Protestwelle gegen das Regime wurden auch viele Journalisten und Medienaktivisten verhaftet, um so die Verbreitung von Informationen zu unterdrücken.

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