Teheran habe Washington zum Rückzug gezwungen, sagte Irans Parlamentspräsident Ghalibaf, während sich Außenminister Araghchi mit hochrangigem Hamas-Vertreter traf.
Das Memorandum of Understanding zwischen den USA und dem Iran sei »eine Erklärung der Niederlage Amerikas«, sagte der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf am Mittwoch. Die iranischen Streitkräfte hätten »den Vereinigten Staaten und dem sogenannten israelischen Regime während des 110-tägigen Krieges schwere Verluste zugefügt«, behauptete Ghalibaf bei einem Treffen der Parlamentarischen Union der Organisation für Islamische Zusammenarbeit in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku.
Die Islamische Republik habe Washington »sowohl auf dem Schlachtfeld als auch am Verhandlungstisch zum Rückzug gezwungen«, erklärte der iranische Chefunterhändler für ein endgültiges Abkommen mit den USA. Teheran betrachte den Abzug der amerikanischen Streitkräfte aus dem Nahen Osten als »strategisches Ziel«, fuhr Ghalibaf fort und beschrieb Washingtons Präsenz in der Region als »Quelle der Instabilität«.
In seiner Rede bot der iranische Regimevertreter »allen islamischen Ländern« die »Hand der Brüderlichkeit und Zusammenarbeit« an. So sei der Iran weiterhin bereit, neben der wirtschaftlichen Zusammenarbeit auch Sicherheitsabkommen mit Ländern der Region, einschließlich der Golfstaaten, anzustreben, fügte er hinzu.
Für Teheran sei »ein Waffenstillstand im Libanon genauso wichtig wie ein Waffenstillstand im Iran, und die Beendigung des Krieges im Libanon ist genauso wichtig wie die Beendigung des Krieges im Iran«, erläuterte Gahlibaf. Darüber hinaus verteidigte er den palästinensischen Terrorismus als »Ausdruck des legitimen Widerstands einer Nation angesichts der Besatzung«. Die »Erfahrungen der vergangenen achtzig Jahre« hätten gezeigt, dass ohne eine »gerechte Lösung« der Palästina-Frage keine dauerhafte Sicherheit in der Region erreicht werden könne.
Treffen mit Hamas
Unterdessen erörterte der iranische Außenminister Abbas Araghchi mit einem hochrangigen Hamas-Vertreter die laufenden Verhandlungen zwischen der Islamischen Republik und den USA. Den Berichten des iranischen Staatsfernsehens zufolge erörterten Araghchi und das Hamas-Politbüromitglied Basem Naim die »jüngsten Entwicklungen« in der Region.
Die Absichtserklärung bezieht sich nicht ausdrücklich auf den Gazastreifen. Die Hamas hat das Rahmenabkommen jedoch begrüßt und die Hoffnung geäußert, dass es auch auf das Gebiet ausgeweitet wird, so der Bericht. Die Terrorgruppe befindet sich seit ihrem Massaker vom 7. Oktober 2023 im Krieg mit Israel. Das Regime in Teheran, ein Hauptunterstützer der Hamas, bekräftigte laut staatlichen Medien seine Unterstützung für die islamistische Organisation und die palästinensische Sache.






